Heute morgen kam fuer mich relativ ueberraschend folgende Nachricht ueber den Heise Newsticker:
Island überholt Südkorea in der Breitband-Rangliste der OECD (Link)
… und tatsaechlich hat es den Anschein, das diese Technik – zumindest in Korea – an eine Penetrationsgrenze gestossen ist. Seit dem Jahr 2003 befindet sich Korea mit marginalen Abweichungen bei ca 24% Verbreitung (gemessen an x Personen pro 100 Einwohnern). Es gibt wohl Faktoren, die eine weitere Verbreitung der Technik innerhalb der Gesellschaft verhindern. Ich kann in dieser Hinsicht nur gut spekulieren, aber meine Vermutungen laufen alle in folgende Richtungen:
Ich denke, vor allem der zweitgenannte Grund spielt eine sehr starke Rolle. Viele aeltere Koreaner preisen das Internet zwar als Informationsmedium an, wenn es dann aber darum geht die Vorteile wirklich zu Nutzen, sieht es ganz anders aus.
Auf der anderen Seite muss man auch eine andere Entwicklung beruecksichtigen: die Qualitaet der Anschluesse veraendert sich in Korea dramatisch… Der Zugang zum sogenannten “Ultrabreitband” (via Glasfaser, FTTP) hat sich laut OECD Studie stark verschoben: Existierende Breitandanschluesse in Form von Kabel oder DSL werden zunemhend in optische Zugaenge (“next stage of development”) umgewandelt. Fuer den reinen Internetzungang spielen Anschluesse ueber 10MBit (1) zwar keine Rolle, aber das sogenannte Triple Play wird dadurch erst wirklich relevant: Telefon (VOIP), HD-Fernsehen und Internet ueber eine Leitung (und bevorzugt aus einer Hand). Ob das fuer den Endanwender aber wirklich notwendig ist, ist natuerlich eine andere Frage…
(1) optische Verbindungen: oberes Limit im Moment etwa 600GBit/sec – eine handelsuebliche Festplatte mit 150GB waere in etwa zwei Sekunden komplett vollbespielt