Mal ein kurzes Wort zum Einkauf von Elektronikequipment in Korea. Ich habe bisher nicht sonderlich viel gekauft, weil ich eher dazu tendiere Geräte mit Garantie zu kaufen (hat sich bei mir fast immer bewährt).
Bisher gekaufte Elektronik:
- CompactFlash Karte: Transcend
- USB Stick: 512MB
- DVD Brenner: Benq DW1650
- ein USB-Gehäuse: Noname
- externe Festplatte inkl. FW/USB Gehäuse: Samsung
- Objektiv: Canon EF 50mm 1.8 II
Den Anfang hat eine CF-Karte in Yongsan gemacht. Dabei sollte ich wirklich vor der iPark Mall in Yongsan warnen: Das ist der Hochglanzschuppen, in den man gelangt, wenn man über das Zugterminal die U-Bahn-Station verlässt. Die Standmieten sind dort wohl so hoch, dass man zwangsläufig ein kleines Aufgeld zahlen muss und (fast) nie den günstigsten Preis bekommt.
Außerdem sind Verkäufer da drin ziemlich aufdringlich – sobald man das Erdgeschoss betritt wird man massiv umworben: “MP3?! Digital Kamera?! USB?!”. Wenn man ohne genaue Preisvorstellung und limitiertem Budget kommt, wird man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Die Verkäufer gehen meist davon aus, dass man gar keine Ahnung hat und drehen einem das Vorjahresmodell zur damaligen Hersteller-Preisempfehlung an. Dazu zücken sie dann noch ein Preisschild, auf dem ein grandios überhöhter Fantasiepreis steht, den der Verkäufer gleich mal um 25% unterbietet. Es scheint alles im Ausverkauf zu sein: “Sale! Sale! Sale imnida!”
Passiert ist das kurz vor Weihnachten, als ich mich nach einer neuen Digicam umgesehen habe. Das angepriesene Modell war eine Samsung Digimax 530 für etwa 500000 Won. Mal davon abgesehen, dass ich im Moment kein Fan von Samsung Kameras bin…
Einziges echtes Schnäppchen war seinerzeit mein USB-Stick, den ich nach harten Verhandlungen zum “Internetpreis” bekommen habe. Also Versandkosten gespart. Reingefallen bin ich hingegen bei meiner ersten CF-Karte die ich dort gekauft habe… gleich mal 20000 Won (20%) zu viel ausgegeben.
Trotz der schlechten Erfahrungen hab ich mich für mein Objektiv nochmals dorthin gewagt. Ich wollte die internationale Canon-Garantie und war auch bereit ein paar Won mehr auszugeben. Also ab zu den ersten Ständen: 130000 Won, 140000 Won. Dazu eine Gegenlichtblende, die überhaupt nicht zum Objektiv gepasst hat (zwei Zentimeter zu lang). Ich hatte das Gefühl, dass es nur ums Kasse machen ging – egal um welchen Preis. Letztendlich bin ich dann beim Canon Reseller gelandet (Erdgeschloss, nach dem Eingang links). Nach hartem Ringen hatte ich ihn dann auf dem deutschen Preis für das Objektiv samt Gegenlichtblende und Garantie. Die Verhandlungen sind sehr zäh und nach 15 Minuten bin ich dazu gekommen.
Ein Blick bei Naver hat mich dann folgerichtig bestraft. Das gleiche Angebot bei G-Market war etwa 10% (10000 Won) niedriger. Außerdem hat der Verkäufer “vergessen” (ich unterstelle ihm hier mal Absicht, denn ohne Stempel gibt es keine Garantie) den Händlerstempel auf die Garantiekarte zu pressen. Erst nach Aufforderung geschah dies – Rechnung gab es übrigens auch keine.
Wenn man in Korea Elektronik einkauft sollte man sich exakt vorab im Internet informieren. Naver Shopping ist da wirklich eine super Anlaufstelle. Selbst wenn man des koreanischen nicht mächtig ist, kann man zumindest die Produktbezeichnung eingeben und auf ein paar Bildchen klicken. Zweitens, Touristenfallen wie die iPark Mall weiträumig umgehen und eher schäbige “Verkaufshallen” aufsuchen.
Naver Shopping
In das Eingabefeld die Produktbezeichnung und dann auf
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Die drei Bilder auf der rechten Seite sind eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Naver-Produktsuche.
Für günstigere Preise sollte man das Viertel hinter der iParkMall aufsuchen – ist am besten über die U-Bahn-Station Shin-Yongsan zu erreichen. Man kommt dort mit der Sorte Mensch in Kontakt, die man wohl als “Nerd” bezeichnen kann: Schlanke und blasse Menschen im Alter von 20 bis 30. Dazu schleppen sie irgendwelche Kartons mit Computerequipment herum. Ein Signal, dass man sich an der richtigen Stelle befindet
Je nachdem was man braucht, existieren dort verschiedene Gebäude mit Hunderten von Ständen, die im Endeffekt immer das Gleiche verkaufen. Man sucht dort einen beliebigen Verkäufer auf, gibt ein um 10% unter dem Internetpreis liegendes Angebot ab und lässt sich dann auf die Verhandlungen ein. Je nach echtem Einkaufspreis kann man gute Schnäppchen machen. Beispielsweise mein Brenner und das zugehörige Gehäuse. Bei Gehäusen ist etwas Gefühl angesagt, da man immer das jeweilige NoName Modell des Verkäufers bekommt. Nicht das sich die schwer erhandelten Preisvorteile durch weitere Zukäufe (Kabel, Gehäuse, …) in Luft auflösen.
ist übrigens das Paradies für alle, die sich eine Digicam zulegen möchten. Es gibt hier so ziemlich alles, angefangen bei Kartenlesern bis hin zu Mittelformatkameras. Ein heisser Tipp für Reimporte: CanCamera.co.kr. Es sind i.d.R. zwei Verkäufer in diesem Miniladen. Einer, der ok ist und der andere handelt jeden Preis raus…
Im großen und ganzen bekommt man Geräte mit Garantie kaum zu einem Preis unter deutschen Level. Vor allem Importprodukte sind genauso teuer. Außerdem hat man in Deutschland eine zweijährige Händlergewährleistung (ok, mit Beweislastumkehr nach 6 Monaten). In Korea gibt’s oft nur eine einjährige Garantie. Ich möchte denjenigen sehen, der seine teure DSLR für eine Reparatur von Deutschland nach Korea schickt…
Markenprodukte (vor allem von Apple) sind nur bei günstigen Wechselkursen etwas billiger zu erwerben. Also ein billiger Mac ist nicht drin. Die 1-3 Prozent Ersparnis sind in ein paar Becher Eis bei Baskin Robbins besser angelegt.
Möchte man Grau- oder Reimporte oder Produkte ohne Garantie, ist man in Korea fast immer besser beraten. Außerdem kann man die Produkte oft testen und sich aus erster Hand ansehen. Das hat den Vorteil, dass man nicht wie bei eBay die Katze (oder eben einen Ziegelstein ^^) im Sack kauft. Eine nette Geste bei “Graumarktgeräten” sind Extras wie kostenlose Gegenlichtblende, Tasche und Filter (bei Digicams). Dabei handelt es sich aber nur um günstige Replika von Originalen. Meist tun die es genauso aber tiefere Kenntnisse mit der Materie sind von Vorteil. Bei gebrauchten Geräten sollte man mindestens die gleiche Vorsicht walten lassen wie in Deutschland auch.
Kurze Übersicht über häufig gekaufte Produkte:
– Produktname — Preis in Deutschland — Preis in Korea (in EUR) — Preis in Korea (in WON)
– LG X-TICK Mirror 1G — 22,50 (Promarkt) — 25,84 — 32000
– Canon EOS 30D Kit — 1180 (redcoon) — 1380 – 1710000
– Canon EF50 F1.8 II – 93 (Promarkt) — 71 – 88000
– Samsung SH-W162C – 39 (NordPC) — 34 — 42500
– SanDisk CompactFlash Ultra II 2GB — 65 (Temeon) — 54 — 67500
– iPod nano – 215 (amazon.de) — 195 — 235000 (Deutschland teurer geworden dank Urheberrechtsabgabe)
Als fleissiger YouTube Gucker, habe ich nun eine neue Kategorie eingerichtet: YouTube. Mit allerlei was man so im Netz nicht nur bei YouTube (Metacafe, iFilm, GoogleVideo) findet. Weniges ist genial, vieles hingegen kurioses aber doch einiges ist sehenswert. So lautet das Motto dieser Kategorie. Den Anfang macht das George Lukas Video:
[via basic.thinking]
Ich bin zwar regelmässiger Leser von Stefans Blog Presseschau – zumindest um die essentiellen Blogeinträge
nicht zu verpassen, aber ich habe mir für private Zwecke eine eigene Linkliste gebaut. Diese zeigt nicht nur den Namen und den Link an, sondern enthält auch zwei zusätzliche Infos, die ich sehr hilfreich finde: Zeitpunkt und Titel des letzten Beitrags. Sortiert werden die Einträge nach Kategorien und letztem Post.
Pure Link-Zusammenstellungen (siehe [nuku],[banoffeepie],[meet-korea]) waren mir immer zu mühsam durch zu klicken, denn da sieht man nie, welcher Blog noch aktuell ist. Damit auch andere dieses Feature nutzen können, hab ich’s gestern noch etwas optimiert und veröffentlicht. Viel Spass damit…
PS: Mach mit beim K-Blog badging
Mitmachen können alle, die ein Blog rund um Korea führen. Einfach folgendes Badge ins Blog einbauen [Code ist auf der Bloglinks Seite]:
Hier die Bilder aus der COEX Mall…
So siehts auf dem Boden aus… Rechtes Bild: Das Kind staut die Autos auf, die sonst auf der kleinen Rennstrecke im Kreis fahren würden.
Das hängt an der Decke…
… und das Innenleben mit Kamera, Beamer und Spiegel.
Foto geschossen an der U-Bahnhaltestelle Gangbyeon.
Lieber Regen,
ich wünsche mir, dass es endlich aufhört… Seit mehr als einem Monat fallen jeden Tag mehrere Lastwagenladungen voll Wasser auf unser Dach. Wenn ich das Haus verlasse, bin ich innerhalb von Minuten von oben bis unten durchnässt. Wenn ich in einer der kurzen Regenpausen das Haus verlasse, bin ich trotzdem sofort durchnässt, denn die hohe Luftfeuchtigkeit lässt meine Schweißdrüsen ein sonderliches Sekret produzieren. Darüber hinaus kostet mich das ganze auch noch sehr viel Geld. Mein eh schon schwaches Gedächtnis lässt mich aufgrund der anhaltenden Schwüle im Stich, wenn es darum geht meinen Regenschirm aus diversen Lokalitäten mitzunehmen. Folglich darf ich entweder am nächsten Tag einen neuen Regenschirm kaufen und den Weg von der U-Bahn-Station bis zum Haus mit dem Taxi zurücklegen.
So oder so ähnlich hätte meine Bitte an einen Regengott gelautet. Pünktlich mit der Ankunft von Gitte ist der Spuk aber vorbei und wir dürfen uns über konstant über 30°C erfreuen und im Moment 89% Luftfeuchtigkeit … das dürfte die gefühlte Temperatur wohl nochmal um gut 5-6 Grad erhöhen. Glücklich sei der, dem man eine Klimaanlage zugestanden hat.
Sorry für die z.T. total verrauschten Fotos, aber mehr konnte man bei den Lichtverhältnissenaus der fahrenden U-Bahn nicht herausholen.
Bild links oben zeigt in etwa die wahren Lichtverhältnisse; Folgebilder hab ich durch Veränderung der Belichtungszeit und des Weißabgleichs an der Kamera etwas “modifziert” . Fotos gemacht am 28.7.06 um etwa 13 Uhr zwischen 강변 und 성내 (U-Bahn Linie 2).
Die Fotos entstanden auf meiner Fahrt zum Flughafen. Befand mich zu dem Zeitpunkt (12.07.2006) auf einer Brücke in der Nähe von Seoul Station und Namdaemun.
Weitere Infos zu den Protesten unter Korea Times (FTA) oder OhmyNews. Ein weiteres Bild.