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Nun dürfen auch deutsche Google-Nutzer ihre Suchergebnisse filtern, bewerten und kommentieren.
#4: Sunkist Premium Family Orange Juice
Im oberen Segment setzt sich der Sunkist Orangensaft an: Glasflasche und 750 Won.
Interessant finde ich, wie die Produktdesigner zwischen Hangul und englischer Sprache wechseln. Sunkist als Markenname bleibt unverändert, die nähere Definition als “Premium Family Orange Juice” ist in Koreanisch geschrieben. Auf der Rückseite wesentlich kleiner dann genau vice versa. Sunkist wird in Korea übrigens von 해태 lizenziert und vertrieben - mal kein Lotte Chilsung Getränk…
Zum Getränk: Kein Fruchtfleisch. Mild säuerlich. Sehr „flüssig“, zu verwässertes Orangen-Aroma. Angenehm süß.
Bewertung: 2 von 5 Punkten.
Zu verwässerter Orangengeschmack, dafür nicht zu sauer. Nicht mein Fall.
#3: Hanburi (한뿌리) [Update]
한뿌리 übersetzt man am besten mit „koreanische Wurzel“.
Die auf dem Getränk abgebildete Wurzel ist Ginseng. Ich würde es daher auch eher als Nahrungsergänzungsmittel einstufen und nicht als typisches Getränk für den spontanen Durst. Würde auch leicht den Geldbeutel sprengen, denn die 120ml schlagen mit etwa 3000 Won zu Buche. Ein Liter würde somit knapp 25.000 Won (15 Euro) kosten.
Ohne das Getränk zu öffnen riecht man schon am Deckel den typischen Ginseng (kor. Insam) Geruch: Eine eigenartige Mischung aus Haselnuss und frischer Erde würde ich sagen.
Die Farbe und Konsistenz ähnelt der von Milch. Nur noch ein wenig flüssiger, ohne Fett und eine leicht bräunliche Färbung. Leicht herb schmeckt es wie geriebene Haselnuss in Wasser aufgelöst. Achtung: Sehr hartnäckiger Nachgeschmack. Bleibt mindestens noch fünf Minuten im Mund und uns selbst nach einer Stunde und einer kleinen Mahlzeit können Dritte den Geruch wahrnehmen! Eine süße Note schwingt übrigens beim Aroma auch noch mit.
Ich kenne viele Koreaner, die Ginseng auf Teufel komm raus nicht ausstehen können. Allen voran ältere Koreaner sind aber von der Heilwirkung überzeugt. Meine Tante trinkt beispielsweise morgens immer eine kleine Flasche, weil dadurch (nach ihrer Aussage) sowohl die inneren Kräfte geweckt werden, sich das Hautbild verbessert und die Stimmung aufhellt.
Bewertung: 0 oder 4 von 5 Punkten.
Kein Ginseng-Freak? Finger weg! Für Personen aus der westlichen Hemisphäre aber ein (einmaliges) interessantes Erlebnis.
Update: Werbevideo zu Hanburi aus dem Hause CJ:
#2: Starbucks Frappuccino
Kalte süße Milch mit einem Schuss Kaffee…
Zahlenspiele:
Das ist so ziemlich die ernüchternde Bilanz nachdem ich den Starbucks Kaffee getrunken hab. Für exakt 281ml brauner Milch mit Zucker 2500 Won (1,40 Euro) zu verlangen ist schon gewagt. Mal davon abgesehen, dass der Instant-Kaffee bei uns aus dem Yonsei-Uni-Automaten nicht wirklich schlecht schmeckt und ganze 250 Won (0,15 Euro) kostet. Geht man hingegen zu Starbucks und lässt sich dort eine Tasse Frappuccino geben, dann schlägt das gleich wieder mit 5000 Won (2,81 Euro) zu Buche.
Selbst mischen
Wer in Deutschland gerne eine Frappoccino trinken will, solls mal mit NESCAFÉ Frappé versuchen. 250ml Milch, dazu etwa gehäufte 4 Teelöffel Pulver… et voila der Starbucks Frappuccino in Reinform.
Ach ja, als einer der wenigen Produkte, kommt der Frappoccino in einer Glasflasche daher. Damit bleibt ihm und dem Besitzer der Zutritt zur Bibliothek verwehrt… den metallischen Geschmack von der Dosenkonkurrenz sucht man auch vergeblich.
Bewertung: 3 von 5 Punkten
Das allmorgendliche Kaffee-Statussymbol in den Sprachkurs hineinzutragen. Ich weiß nicht so recht… die anderen Büchsen-Kaffees kosten weniger als die Hälfte und schmecken fast gleich.
In Deutschland die Starbucks-Kaffeemacht noch nicht vollends angekommen. Oder habe ich in den Supermarkt-Regalen die Frappuccinos einfach übersehen?!
#1: The Beauty Likes Pomegranate (미녀는 석류를 좋아해)
In der Reihe Saftschlacht macht mein aktueller Favorit den Anfang. Schon anhand der Verpackung kann man erahnen, dass dieses Getränk nicht zu den „typisch männlichen“ Nahrungsmitteln gehört. Kann man auch noch ein wenig koreanisch, dann erübrigt sich das Raten, was die koreanischen Schriftzeichen bedeuten: “Die Schöne mag den Granatapfel (Grenadine)”.
Kauft man in den kleinen Tante-Emma-Läden um die Ecke 석류, dann wird man vom üblicherweise älteren Verkaufspersonal schon mal schräg angeschaut. Der Granatapfel gilt in Korea als Symbol für Fruchtbarkeit und soll vor allem für schwangere Frauen besonders empfehlenswert sein. Laut Wikipedia ist die medizinische Wirkung wohl selbst in der westlichen Medizin nachgewiesen.
Der Saft riecht und schmeckt ein wenig nach Kirschen. Da ich mich an den typischen Granatapfelgeschmack leider nicht so recht erinnern mag, gehe ich mal davon aus, dass auch hier massiv mit künstlichen Aromen gearbeitet wird. Das mindert meines Erachtens nicht das Gaumenerlebnis. Einziges weiteres herausstechendes Merkmal neben dem Aroma ist die unglaubliche Süße. Im Prinzip könnte man auch einen Zuckerwürfel lutschen…
Bewertung: 4 von 5 Punkten.
Weniger Süße und das Getränk wäre perfekt…
Interessant ist übrigens auch die englische Beschreibung auf der Lotte Chilsung Homepage:
Feel pomegranate flavor
Iranian pomegranate concentrated juice and food fiber are included to make cool taste.
Make a gift to your girl friend with ‘this pomegranate juice’
Saft-Schlacht
Wer stand in Korea nicht schon mal vor den riesigen Kühlfächern und wusste nicht, was er trinken soll? Zwar gibt es die Standardprodukte wie Coke, Orangensaft, Wasser oder Kaffee aber daneben auch noch eine Fülle an koreanischen Getränken mit verlockenden Verpackungen. Ich versuche nun täglich je ein Getränk zu probieren und es hier vorzustellen. Manch ein Leser wird sich an SeoulPower erinnern.1
Der Vorrat in meinem Kühlschrank:
1. Ja, habe ganz dreist Stefans Idee geklaut. Aber nur weil er nicht weitergeschrieben und mein Lieblingsgetränk erwähnt hat ![]()
Netbooks in Korea
In Deutschland habe ich bislang erst relativ wenige gesehen. In Korea hingegen sind sie vor allem in den Uni-Bibliotheken allgegenwärtig: Netbooks. Meist in der Größe eines DIN A5 Blatts mit 10 Zoll Bildschirm und ca. acht Stunden echter Akkulaufzeit. Bekannt ist vor allem das MSI Wind, aber in Korea hat Samsung mit der NC-Reihe eindeutig sein Revier abgesteckt.
Mal sehen wann der Trend auch in Deutschland voll durchschlägt… Angesichts der Wirtschaftskrise und Preisen von etwa 300 Euro werden die günstigen Netbooks sicherlich weiter an Fahrt gewinnen. Da mein MacBook Pro als vollwertiger Desktop-Ersatz herhalten muss, sind die Kleinen leider nichts für mich — weder von der Rechenleistung noch vom Screen-Real-Estate.
Überweisungen nach Korea?
Im Gegensatz zu den kostenfreien1 Überweisungen im Eurozahlungsraum (SEPA) sind Zahlungen ins Nicht-EU-Ausland noch immer relativ teuer. Hauptursache sind die Kosten für die manuelle Verarbeitung, die sich jede Bank gerne separat in Rechnung stellen lässt:
Die Postbank ist relativ bescheiden und verlangt nur 1,50 € + Entgelte von Korrespondenzbanken, was in Summe etwa 10 € ausmachen dürfte. Meine Sparkasse schöpft mit einem größeren Löffel aus dem Pott und verlangt 12,50 € Provision plus 20 € Fremdspesen. Ähnlich auch die DKB mit 12,50 Euro + Fremdspesen. Die Citibank ist kostenfrei, falls man zu einer ausländischen Citibank überweist, sonst sind bei Übernahme aller Gebühren mind. 18 € + Fremdspesen fällig. Bei der HVB waren es für Korea soweit ich mich erinnern kann auch um die 30 €. (Stand Februar 2009)
Es ist zwar angedacht für den nordamerikanischen und asiatischen Raum ein Äquivalent zu SEPA einzurichten, da dies aber noch nicht der Fall ist, werden die Informationen zur Überweisung über das SWIFT-Netzwerk ausgetauscht. Dazu ist die koreanische Kontonummer und der BIC (Bank Identifier Code)2 nötig, um den Zahlungsempfänger eindeutig ermitteln zu können. In der Regel darf man ein ganzseitiges DIN A4 Formular ausfüllen3 und auch noch das Formular für Zahlungsvorgänge im Aussenwirtschaftsverkehr, falls man die Voraussetzungen dafür erfüllt.
Die IBAN (International Bank Account Number) ist in Korea bislang unbekannt! Zwar wurden durch die ISO, die IBAN-Konventionen weltweit standardisiert, aber der Gebrauch ist fast ausschließlich auf Europa begrenzt. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass es mindestens 10 bis 15 Jahre dauern wird, bis sich das neue Format für Überweisungen durchsetzen wird.
Wie lang dauert eine Überweisung nach Korea?
Anders als im Inland oder im SEPA-Zahlungsraum, gibt es für internationale Überweisungen keine gesetzlich vorgeschriebene Maximaldauer. Laut §676a BGB muss das Geld auf dem Konto des Empfängerinstituts innerhalb folgender Fristen eintreffen4:
Für Korea hab ich die Erfahrung gemacht, dass es etwa drei bis fünf Bankarbeitstage (Sparkasse/Postbank) dauert bis eine Überweisung gutgeschrieben wird. Auf der sicheren Seite sollte man sein, wenn man mit einer Woche (7 Tage) rechnet.
1. Überweisungen innerhalb des SEPA-Zahlungsraums dürfen zumindest nicht mehr kosten als gleichartige Inlandsüberweisungen. Da Online-Überweisungen im Inland meist (je nach Vertragsgestaltung) kostenfrei sind, gelten die gleichen Bedingungen für die EU-Überweisung.
2. BIC-Codes für die wichtigsten koreanischen Banken (keine Garantie für Richtigkeit):
SC 제일은행 / Standard Chartered First Bank SWIFT-Code: SCBLKRSE
외환은행 / KEB (Korea Exchange Bank) SWIFT-Code: KOEXKRSE
국민은행 / KB (Kookmin Bank) SWIFT-Code: CZNBKRSE
우리은행 / Woori Bank SWIFT-Code: HVBKKRSE
신한은행 / Shinhan Bank SWIFT-Code: SHBKKRSE
하나은행 / Hana Bank SWIFT-Code: HNBNKRSE
NH 농협 / NongHyup SWIFT-Code: NACFKRSE
Nach dem 8-stelligen BIC-Code können noch drei alphanumerische Zeichen folgen, die die jeweilige Filiale („Branch“) genauer definiert.
3. Die Sparkassen München hat eine relativ genaue Auflistung, welche Infos benötigt werden.
4. Ausgenommen es werden vertraglich andere Firsten vereinbart.