Hidden Distance
Streifzüge durchs Leben kurz notiert...
Ursprünglich eingerichtet für einen Auslandsaufenthalt in Südkorea, ist diese Seite nun mein Notizblock für alle interessanten Informationen geworden » Index.
31. May 2009

Randnotiz: How the Web and the Weblog have changed Writing

Philip Greenspun über das Schreiben im Web. Wer sich nicht für diese Thematik interessiert, kann vielleicht der im Artikel erwähnten Ingenieurs-Diet (aka The Steve Ward1 Diet) mehr abgewinnen… [via DF]

Suppose that an idea merited 20 pages, no more and no less? A handful of long-copy magazines, such as the old New Yorker would print 20-page essays, but an author who wished his or her work to be distributed would generally be forced to cut it down to a meaningless 5-page magazine piece or add 180 pages of filler until it reached the minimum size to fit into the book distribution system.
Philip Greenspun in How the Web and the Weblog have changed Writing

In dem Zusammenhang ein sehr lesenswerter Blog: Leander Wattig [Über Trends in neuen und alten Medien]. Ist gelegentlich ein wenig zuviel Beratersprache und “Wir, die Weblogs”, aber schneidet thematisch viele interessante Aspekte an!

Die UNESCO hat 1964 Folgendes als Buch definiert: A book is a non-periodical printed publication of at least 49 pages, exclusive of the cover pages, published in the country and made available to the public.
Leander Watting in „Was ist ein Buch?

1. Wer ein Faible für Tesla-Transformatoren hat, ist sicherlich schon über diese Seite gestolpert.

Permalink — Kategorie: Randnotiz — Hirschi @ 1:29 — Kommentare (1)
30. May 2009

Festplatte aufgeräumt

… und dabei dieses Zitat gefunden:

The mediocre teacher tells.
The good teacher explains.
The superior teacher demonstrates.
The great teacher inspires.

William Arthur Ward

Permalink — Kategorie: Randnotiz — Hirschi @ 10:49 — Kommentare (0)
27. May 2009

Nordkorea…

Nicht nur den USA gehen allmählich die Handlungsoptionen aus… auch Chinas schwindender Einfluss auf die nordkoreanische Regierung bereitet der Weltgemeinschaft größere Sorgenfalten. Beunruhigend ist zudem, dass langsam eine Kettenreaktion einsetzt: Raketen- und Atomtests in Nordkorea, als Folge Südkoreas Beitritt zur PSI, als weitere Folge Nordkoreas faktische Aufkündigung des Waffenstillstands, …

Im weiteren Zusammenhang dazu folgende Beiträge:

“We’re back to the same problem Bush had,” one intelligence official said. “The threat is not that they will shoot off a nuclear weapon; it’s that they will sell nuclear material.”
NYTimes: Tested Early by North Korea, Obama Has Few Options

Aus dem WDR-Hörfunkstudio in Washington: Nordkoreas Dauerprovokation: Hilflose US-Reaktion.

Permalink — Kategorie: Korea · Worthwhile — Hirschi @ 10:57 — Kommentare (0)
24. May 2009

Wolfram Alpha

Ein neues Spielzeug entdeckt…

How many roads must a man walk down before you can call him a man?
The meaning of life?
88mph
1.21 gigawatts
Who is Bruce Wayne?
Who is Clark Kent?
What is your name?
Why did the chicken cross the road?
To be or not to be?
How much wood could a woodchuck chuck?
What is the speed of an unladen swallow?
How old are you?
Where have all the flowers gone?
How many angels can dance on the head of a pin?
Are you self-aware?
Hello
Where am I?
Who are the borg?

via MASHABLE

Permalink — Kategorie: Randnotiz — Hirschi @ 4:16 — Kommentare (0)
17. May 2009

Randnotiz: Wie man aus Versehen IOC-Mitglied wird

… oder die stetige Flut von Artikeln über Korruption in Korea. Dazu ein weiterer interessanter Bericht aus der Welt der Sportfunktionäre:

[...] Natürlich ist Lee Kun Hee Träger des Olympischen Ordens, der höchsten IOC-Auszeichung. Diese Medaille hat er sich einst mit einer Zwei-Millionen-Dollar-Spende für das Olympische Museum in Lausanne erkauft [...]
Jens Weinreich in don’t mix politics with games.

Permalink — Kategorie: Korea — Hirschi @ 4:02 — Kommentare (0)
10. May 2009

Randnotiz: Wie man aus Versehen konservativ wird

Endlich mal wieder ein kleiner Lichtblick auf Spiegel Online: witzig, direkt aus dem Leben und gut geschrieben. Die journalistische Spielwiese des Spiegel Print-Magazins ist aber leider viel zu oft nur zweitklassige Magerkost[*].

Am Anfang versuchte ich, meine konservativen Neigungen zu unterdrücken. Ich redete mir ein, sie würden vorbeigehen wie jugendliche Hitzewallungen. Beim nächsten Kohl-Witz lachte ich dafür besonders laut, um nicht aufzufallen. Kurz, ich verhielt mich wie ein vierzigjähriger Familienvater, der plötzlich entdeckt, dass er schwul ist, und nicht weiß, was er tun soll.
Jan Fleischhauer aus der Einleitung zu seinem neuen Buch auf SpON

Permalink — Kategorie: Randnotiz — Hirschi @ 5:40 — Kommentare (0)
9. May 2009

Visual Design…

bild-5bild-7

… und was bevorzugst du?

Unterschiedlicher könnten diese beiden Internetauftritte nicht sein. Auf der einen Seite das Bild einer modernen Bibliothek. Auf der anderen ein erdrückendes Grau. Auch inhaltlich: Links das Selbstverständnis und die Vision für 2010, rechts nur eine minimalistische Liste mit weiterführenden Links und zwei bis drei Schlagzeilen. Das die Uni Regensburg es auch anders kann, zeigt allen voran die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät.

Permalink — Kategorie: Worthwhile — Hirschi @ 12:45 — Kommentare (3)
8. May 2009

Die Rente ist sicher!

Das einzige Thema, dass bei mir nach der heutigen 20 Uhr Tagesschau nachhaltig im Kopf geblieben ist, ist die Rentendiskussion. Ein Alter Hut mag man meinen, aber was mich stutzig gemacht hat, war das Herausheben der absoluten Anzahl der Rentner in Deutschland: 20 Millionen.

Dies ist insofern interessant, wenn man die Altersstruktur der Wahlberechtigten und die jeweilige Nichtwählerquote mit den politischen Entscheidungen verbindet. Der Bundeswahlleiter hat den geschätzten Aufbau der Altersstruktur der Wähler für die Bundestagswahl 2009 veröffentlicht.wahlberechtigte_alter

Addiert man die Summe der Generation 60+ zusammen, so kommt man der in den Medien genannte Zahl von 20 Millionen relativ nahe. Das sich die Menge der Rentenbezugsempfänger und Über-60-Jährigen nicht vollkommen überschneidet ist auch mir klar, aber das Ergebnis sollte zumindest eine gute Extrapolation darstellen. Die aktuelle Diskussion betrifft also knapp 32 Prozent der Wahlbevölkerung für die Wahl 2009 direkt. Rechnet man noch ein, dass die 50-59 Jährigen in unmittelbarer Zukunft, wenn nicht schon jetzt davon betroffen sind, dann sind das fast 50% aller Wähler! Verbindet diese Zahlen auch noch die Wahlbeteiligung der Alterssegmente (Kontext), wird es erst richtig spannend: Bei der Bundestagswahl 2005 gingen etwas über 80% der über 60-Jährigen zur Wahl. Der strukturelle Nachteil, den die jungen Wahlberechtigten im Moment haben, wird durch die geringere Wahlbeteiligung (ca. 70% beim Segment 18-30) noch verstärkt.

Aus Sicht eines Politiker stellt sich die Frage, was er tun sollte um wiedergewählt zu werden? Auf wessen Seite sollte er sich in der Streitfrage der Generationengerechtigkeit stellen?

Das die Rente sicher ist, braucht die Parteienlandschaft den Bürgern nicht mehr verklickern. Das wirkt auch bei einem Olaf Scholz nicht…

So glaubt die Mehrheit der Bürger (58 Prozent), dass keine Partei in Deutschland die Kompetenz habe, die Probleme des Landes zu lösen
Forsa Institut via Welt.de

… aber erkennbar ist, dass der Wahlkampf bei der Rentenanpassungsdiskussion nun hochkocht. Senkungen per Gesetzesregelung auszuschließen und damit eine temporale Glättung einzuführen ist durchaus berechtigt im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft. Aber darüber hinaus noch unverschämte Forderungen zu stellen, schadet dem Ansehen der Politik. Die unverschämteste Forderung finde ich aber, dass die Glättung der aktuellen Krise über geringere Rentensteigerungen in der Zukunft nicht realisiert werden sollte. Schon jetzt lastet der größere Teil auf den Schultern der Jüngeren in Form von heftigen Reallohnsenkungen (nominale Senkung + Inflation). Die Rentner davon fast vollständig auszuschließen wäre ein fatales Signal.

Das grundlegende Problem der Rentenversicherung liegt im Generationenvertrag. Wie soll eine schrumpfende arbeitende Bevölkerung für immer mehr Rentenempfänger den Wohlstand gewährleisten. Mal davon abgesehen, dass sich die aktuellen Beitragszahler darauf einstellen können, dass Ihnen künftig immer weniger bleiben wird. Das Recht der Empfänger, die ihrerseits aber eingezahlt haben und den Wirtschaftsstandort Deutschland zur Blüte gebracht haben, sollte aber nicht grundsätzlich bestritten werden.

Der gesellschaftliche Konsens wird sich wahrscheinlich so darstellen, dass beide Seiten ein Opfer bringen. Die Einzahler müssen künftig mehr zahlen, selbst vorsorgen und dürfen weniger erwarten. Andererseits sollten auch die Empfänger mit real weniger rechnen. Verteilt werden kann letztendlich nur das was erwirtschaftet wurde.

Der Kernpunkt meiner Sorgen bleibt, dass sich Deutschland falsch ausrichtet: Das Bestehende auf Kosten der zukünftigen Generationen sichern. Nicht nur bei spezifischen Themen wie der Rente, sondern vor allem bei übergeordneten Aspekten wie der Bildung. Das sind die stützenden Pfeiler der Zukunft. Ich glaube das hat die (deutsche) Gesellschaft als Ganzes weder erkannt noch ist sie auf dem Weg das zu erkennen und entsprechend umzusetzen.

Permalink — Kategorie: Worthwhile — Hirschi @ 5:31 — Kommentare (0)
7. May 2009

Let it shine

Best ad integration in a website, Honda - Let it shine.

Permalink — Kategorie: HBWTST — Hirschi @ 2:11 — Kommentare (0)
6. May 2009

John Gruber on the iPhone Lite

Intelligent aufgebauter Artikel von John Gruber…

The reason why Apple did this with the iPod, and why I’m convinced they’ll do it again with the iPhone, is that when it comes to managing the balance between per-unit profit and overall market share, Apple is determined to err on the side of market share. [...] Most gadget companies, when they have a smash hit on their hands, try to milk it. [...] Apple, despite an overwhelming 70 percent market share, aggressively added features and drove down its own prices, year after year after year.
John Gruber on Daring Fireball

Die Essenz ist folgende: Die Revision 1.0 eines Apple-Produkts mag vielleicht keine Revolution sein, aber die kleinen Schritte von Revision zu Revision machen es zu einer Revolution, wenn es den Massenmarkt erreicht.

Permalink — Kategorie: IT — Hirschi @ 2:31 — Kommentare (0)
5. May 2009

Pro oder Contra: Internetzensur?!

Die Meinungsbildung meinerseits habe ich in diesem Punkt noch nicht vollends abgeschossen… Ich schwanke zwischen beiden Standpunkten, die sich jeweils Sorgen um den gesamtgesellschaftlichen Nutzen machen:

Sollen harte pornographische Inhalte ohne Altersüberprüfungssystem gesperrt werden, damit ein 12jähriger nicht damit konfrontiert wird? Entspricht diese Denkweise noch der Realität?1 Ist der Schutz der Jugend ein höheres Gut als die Rezipientenfreiheit?2 Werden von der Verfassung geschützt Grundrechte in unzulässiger Weise eingeschränkt?

Die oben angeführten Fragen kann ich noch einigermaßen sinnvoll beantworten, aber komplexer wird es bei der Begründung und Transparenz sowie den technischen Maßnahmen.

Ist die Begründung in dem Kontext nachhaltig belastbar? Werden Missbrauchsopfer dadurch instrumentalisiert? Wäre eine andere umfassendere Begründung weniger populistisch dafür aber nachhaltiger? Sind die Sperren transparent genug? Was wird gesperrt und auf welchem gesellschaftlichen Konsens beruht diese Sperre? Ist die Diskussion hierzu schon umfassend abgeschlossen? Wie kann ich als mündiger Bürger feststellen, dass mir keine zulässigen Informationen vorenthalten werden? Wer ist verantwortlich und wer überwacht die Verantwortlichen? Welche (technischen) Maßnahmen sollten ergriffen werden? Sind die vorgeschlagenen technischen Maßnahmen überhaupt geeignet? Ist das Problem an der Wurzel beseitigt oder kuriert man nur die Symptome?

Wäre meine Antwort auf den ersten Absatz noch ein Pro-Votum, ändert sich die Lage für den zweiten Absatz. Ich entspreche dem Grundgesetz und bin durchaus der Meinung, dass gewisse eng gefasste Sperren des Internets aus Sicht der gesamten Gesellschaft ein positives Gewicht haben könnten. Aber die Begründung und das Vorgehen von Frau von der Leyen, die technisch sehr fragwürdige Umsetzung und die mangelnde Transparenz lassen mich zu einem Kritiker der Internetsperren werden.

Auf bundestag.de gibt es eine e-Petition, die exakt meiner Meinung entspricht:

Text der Petition
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Zur Abstimmung…

Die folgende ungeordnete Liste kann bei der Meinungsbildung helfen. Jede Quelle sollte aber kritisch gelesen und hinterfragt werden - insbesondere im Hinblick darauf auf welcher Plattform und von wem der Text veröffentlicht wurde.


1. In dem Zusammenhang empfehle ich die Sendung “Generation Porno” aus der Reihe 37 Grad [frei in der ZDF Mediathek]. Die Diskussion im Anschluss an die Sendung kann man sich sparen - m.E. völlig verfehlt.
2a. Rezipientenfreiheit i.S.d. Art 5 Abs. 1 GG: “Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten [...] Eine Zensur findet nicht statt.”
2b. Das Grundgesetz hat die Frage übrigens in Absatz 2 schon beantwortet: “Diese Rechte [Rezipientenfreiheit] finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.”

Permalink — Kategorie: Worthwhile — Hirschi @ 3:29 — Kommentare (3)
4. May 2009

Jeeeeeeeetttttzzzzzzzzzzzzzzt!

Gerade zwei richtig schöne Artikel auf JETZT.DE gelesen. Das hat viele Erinnerungen an das gute alte Deutschland geweckt:

Schussel-Mädchen go home! Warum Jungs nicht mehr auf die verspulte Masche reinfallen sollten

[...] Natürlich werde ich ihr verzeihen, wenn sie in zwanzig Minuten um die Ecke biegt, mit geröteten Wangen und verstrubeltem Haar. Sie wird mich umarmen, mir irgendeine „verspulte“ Geschichte erzählen, einen Caffe Latte mit Soja-Milch bestellen und mich bitten, für sie zu zahlen [...]

stefan-winter auf jetzt.de

… und als Ergänzung 2.0:

Schussel-Mädchen 2.0: Übers eigene Scheitern schreiben

[...] In regelmäßigen Abständen wird in den Texten und Textfetzen auch darauf hingewiesen, dass sie irgendwas nun echt nicht auf die Reihe kriegt, ganz schön unter der Sinnlosigkeit ihres aktuellen Jobs leidet oder heute echt dringend eine Auszeit braucht (Weißwein-Schorle, Prosecco auf Eis oder Gin Tonic) [...]

christian-berg auf jetzt.de

[Ach und „NEIN!“ Ich selbst bin kein Schusselmädchen - nur mal so als Anmerkung am Rande...]

Permalink — Kategorie: Randnotiz — Tags: , — Hirschi @ 9:38 — Kommentare (0)
3. May 2009

CRT-Simulator

crt_pacman

[Image by Ian Bogost - Alle Rechte verbleiben beim Urheber]

Der ganz besondere Charme eine Röhrenmonitors mit Unschärfe, Rauschen, Nachziehen oder ähnlichen technischen Unzulänglichkeiten hat meine Kindheit geprägt. Wer aber auf heutigen Architekturen diese Spiele emuliert, dem fehlt dieses kleine Extra. Studenten der Georgia Tech haben nun einen 80er Jahre Röhrenmonitor-Simulator gebaut, der genau diese Feeling alter Spiele wieder zurückholt.

Permalink — Kategorie: IT · Randnotiz — Hirschi @ 1:53 — Kommentare (0)

LaTeX #2: Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen (Teil 1)

Auch hier der Hinweis: Dokumentklasse ist scrbook.

Kein Punkt nach der letzten Ziffer in der Nummerierung
Soll sowohl im Inhaltsverzeichnis als auch in den jeweiligen Überschriften im Textteil kein Punkt nach der letzten Ziffer erscheinen, muss man nur die Optionen in der Dokumentklasse verändern:

\documentclass[numbers=noenddot]{scrbook}

Arabische und römische Seitenzahlen wechseln oder abschnittsweise mischen? Stil der Seitenzahlen ändern
Soll beispielsweise alles bis zum Textteil in römischen Ziffern nummeriert werden, dann muss nur der Befehl \pagenumbering{⟨Ziffernstil⟩} eingefügt werden. Dann wird ab der Umformatierung in der neuen Darstellung weitergezählt.

\begin{document}
\pagenumbering{Roman} % Große römische Seitenzahlen,
% roman für kleine römische Zahlen
\input{verzeichnisse.tex} % Verzeichnisse, etc… beliebig
\clearpage % neue Seite

\pagenumbering{arabic} % Arabische Ziffern.
\input{hauptteil.tex}
\end{document}

Verwendet man \frontmatter, \mainmatter und \backmatter als Trenner, so werden automatisch die Seitenzahlen entsprechend geändert. Eine weitere Abänderung muss nur erfolgen, wenn man bspw. auf große römische Zahlen umsteigen will.

Tricky wird das Ganze erst, wenn man nach dem Hauptteil mit den römischen Ziffern weiterzählen lassen will. Beispiel: Also Inhaltsverzeichnis wäre Seite I-III, Textteil Seite 1-25 und Anhang Seite IV-X.

\pagenumbering{Roman}
\setcounter{page}{4} % Setzt die Seitenzahl hoch auf IV.
\input{anhang.tex}

Leider setzt der Befehl \pagenumbering die Seitenzahl zurück. Um nun bei IV weiterzählen zu lassen, setzt man die Seitenzahl nach dem \pagenumbering Befehl via \setcounter. Man kann sich nun aber auch einen automatischen Seitenzähler einrichten, der bei jeder Änderung der römischen Zahlen im ersten Teil am Schluss korrekt weiterzählt.
Zuerst erstellt man eine eigene Variable mit \newcounter vor \begin{document}. Dessen Wert setzt man am Ende des Abschnitts mit den römischen Ziffern über den Befehl \setcounter. Im letzten Teil ruft man den eigenen Seitenzähler auf und setzt damit den Wert des „echten“ Seitenzählers.

\newcounter{romanPagenumber} % neuer Seitenzähler

\begin{document}
\pagenumbering{Roman}
\input{verzeichnisse.tex}
\clearpage % neue Seite

\setcounter{romanPagenumber}{\value{page}} % eigener Seitenzähler erhält
% den Wert der aktuellen Seite
\pagenumbering{arabic}
\input{hauptteil.tex}
\clearpage

\pagenumbering{Roman}
\setcounter{page}{\theromanPagenumber} % echten Seitenzähler ändern
\input{anhang.tex}
\clearpage

\end{document}

Permalink — Kategorie: LaTeX — Tags: , , , , , , , — Hirschi @ 6:31 — Kommentare (4)
2. May 2009

LaTeX #1: Überschriften formatieren

Als Neuling im Bereich LaTeX stolpere ich noch fast täglich über Hindernisse, die einem das Leben schon schwer machen können. Daher ab heute in unregelmäßigen Abständen kurze FAQs zu trivialen aber oft nervigen Problemen. Die Standard-Dokumentklasse ist im folgenden immer scrbook.

1. Alle Überschriften im Textteil sollen gleich aussehen!
Mit dem Package titlesec (Dokumentation) lassen sich Überschriften nahezu beliebig formatieren.Der Befehl \titleformat wirkt sich auf die reine Textformatierung aus. Im Beispiel sind die Überschriften: Eine Schriftgrößer größer, fett markiert, hängende Seitenzahlen, vollständige Nummerierung.

2. Wie entferne ich den Freiraum über Überschriftenklasse „chapter“?
Wird eine neues Kapitel angelegt, dann ist die Vorlage so eingestellt, dass die Überschrift zur Klasse “chapter” ein paar Zentimenter nach unten geschoben wird. Um das wieder auszugleichen, kann man über \titlespacing den Leerraum (vertical space) über der Überschrift eliminieren. Mit einem negativen Wert um die 3em im Platz oberhalb steht die Überschrift am Anfang der Seite. Im Beispiel weiter unten ist auch die exakte Syntaxerklärung für Abstände vor und nach Überschriften.

\usepackage{titlesec} % Textüberschriften anpassen

% \titleformat{⟨Überschriftenklasse⟩}[Absatzformatierung⟩]{⟨Textformatierung⟩} {⟨Nummerierung⟩}{⟨Abstand zwischen Nummerierung und Überschriftentext⟩}{⟨Code vor der Überschrift⟩}[⟨Code nach der Überschrift⟩]

\titleformat{\chapter}[hang]{\large\bfseries}{\thechapter\quad}{0pt}{}
\titleformat{\section}[hang]{\large\bfseries}{\thesection\quad}{0pt}{}
\titleformat{\subsection}[hang]{\large\bfseries}{\thesubsection\quad}{0pt}{}
\titleformat{\subsubsection}[hang]{\large\bfseries}{\thesubsubsection\quad}{0pt}{}
\titleformat{\paragraph}[hang]{\large\bfseries}{\theparagraph\quad}{0pt}{}

% \titlespacing{⟨Überschriftenklasse⟩}{⟨Linker Einzug⟩}{⟨Platz oberhalb⟩}{⟨Platz unterhalb⟩}[⟨rechter Einzug⟩]

\titlespacing{\chapter}{0pt}{-3em}{6pt}
\titlespacing{\section}{0pt}{6pt}{6pt}
\titlespacing{\subsection}{0pt}{6pt}{6pt}
\titlespacing{\subsubsection}{0pt}{6pt}{6pt}
\titlespacing{\paragraph}{0pt}{6pt}{6pt}

Permalink — Kategorie: LaTeX — Tags: , , , , , — Hirschi @ 2:25 — Kommentare (4)

Warum Twitter langfristig sterben wird…

… unter der Annahme, dass sich nichts grundlegend am Dienst ändert.1

1. Übersichtlichkeit!
Sobald eine über eine gewisse Anzahl von Personen verfügt, die regelmässig twittern, wird der Twitter-Feed extrem übersichtlich. Man verpasst „wichtigere“ Tweets (von engen Freunden) zum Nachteil von unwichtigeren Nachrichten.

2. Privatsphäre
Die Einstellungen zur Privatsphäre sind sehr limitiert. Entweder alle können alles lesen, oder nur Follower alle Nachrichten. Was aber, wenn zum Beispiel eine Nachricht auch für Freunde von Freunden oder für ganze Personengruppen lesbar sein soll?

3. 140 Zeichen
Der Trend geht zu Microblogging. Reine Statusnachrichten kann man in 140 Zeichen unterbringen - sobald man aber einen kurzen Text, Fotos oder Videos veröffentlichen will, muss man auf Links zurückgreifen. Problem 1 und 2 tauchen wieder auf.

4. Browser
Um Twitter sinnvoll nutzen zu können braucht man einen echten Browser. Mehr als die Hälfte meiner Tweets enthalten Links mit den wirklich interessanten Infos.

5. Funktionsarmut
Man kann nicht direkt kommentieren, Informationen verteilen oder Sympathie bekunden. Ergänzt durch Problem 1.

6. Netzwerkredundanz
Wenn man seine Statusnachrichten nicht in die Welt hinausposaunen will, muss man ein zweites Freundesnetzwerk aufbauen. Viele Freunde sind noch nicht auf Twitter - der Nutzen ist gering. Zusätzliche Anstrengungen durch Freigabe und Nachfragen wer denn nun wer ist?

… mit einer offenen API sehe ich Facebook/Friendfeed daher als langfristigen Gewinner.2

Twitter is to FriendFeed (in 2008) what MS-DOS was to the Mac (in 1984). Have we come full circle? Amazingly I think we have.
Dave Winer on Scripting News

1. Eine eher utopische Annahme. Das ist mir schon bewusst.
2. Der Titel ist bewusst provokant. Eine Nische wird sich für Twitter immer finden lassen - meinetwegen als PR-Plattform für Promis. Nur gemessen an der Reichweite und Einfluss auf das alltägliche Leben der Nutzer wird Facebook ein größeres Gewicht haben.

Permalink — Kategorie: IT — Tags: , , , — Hirschi @ 1:00 — Kommentare (0)
1. May 2009

#5: Let’s Be - Mild Coffee (레쓰’비 마일드 커피)

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Bis vor kurzem ist es mir nicht aufgefallen — erst bei der Montage von Vorder- und Rückseite in ein Bild ist mir diese kleine stilistische Feinheit ins Auge gesprungen. Der Apostroph bei „Let’s” ist im koreanischen um ein Zeichen nach hinten verschoben: 레쓰'. Außerdem hat man das „t” geschickt unter den Tisch fallen lassen, so dass im Prinzip eine korrekte Schreibweise nicht möglich ist. Ausgesprochen wurde aus dem englischen „Let’s be” ein konglisches1 „less’be“.

Die nächsten Tage folgt der große Blechdosen-Kaffee-Vergleich. Den Anfang macht die blaue Büchse.

Geschmack: Uhhhh, sehr typische Eigenschaft… warum hab ich nur das Gefühl, dass ich mir gerade eher einen aufgelösten Klumpen Blech in den Magen pumpe? Diese Dosen sind vielleicht doch nicht das ideale Gefäß für Kaffee. Ach und viel zu viel Milch. Mal wieder: Starbucks lässt Grüßen. Das “Mild Coffee” sollte man übrigens ernst nehmen: Mit Aroma versetztes hellbraunes Wasser: 1/10 H-Milch, 1/10 leichter Kaffee und 8/10 pures Wasser.

Bewertung: 2 von 5 Punkten
Aber was tut man nicht alles für einen Schuss Koffein am Morgen?!

1. Konglisch = Koreanisches Englisch.

Permalink — Kategorie: Korea · Saft Schlacht — Hirschi @ 3:09 — Kommentare (0)