Hidden Distance
Streifzüge durchs Leben kurz notiert...
Ursprünglich eingerichtet für einen Auslandsaufenthalt in Südkorea, ist diese Seite nun mein Notizblock für alle interessanten Informationen geworden » Index.
1. June 2009

Protected: Korruption in Korea und Deutschland

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Permalink — Kategorie: Korea · Worthwhile — Hirschi @ 1:36 — Enter your password to view comments.
27. May 2009

Protected: Nordkorea…

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Permalink — Kategorie: Korea · Worthwhile — Hirschi @ 10:57 — Enter your password to view comments.
17. May 2009

Protected: Randnotiz: Wie man aus Versehen IOC-Mitglied wird

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1. May 2009

#5: Let’s Be – Mild Coffee (레쓰’비 마일드 커피)

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Bis vor kurzem ist es mir nicht aufgefallen — erst bei der Montage von Vorder- und Rückseite in ein Bild ist mir diese kleine stilistische Feinheit ins Auge gesprungen. Der Apostroph bei „Let’s” ist im koreanischen um ein Zeichen nach hinten verschoben: 레쓰'. Außerdem hat man das „t” geschickt unter den Tisch fallen lassen, so dass im Prinzip eine korrekte Schreibweise nicht möglich ist. Ausgesprochen wurde aus dem englischen „Let’s be” ein konglisches1 „less’be“.

Die nächsten Tage folgt der große Blechdosen-Kaffee-Vergleich. Den Anfang macht die blaue Büchse.

Geschmack: Uhhhh, sehr typische Eigenschaft… warum hab ich nur das Gefühl, dass ich mir gerade eher einen aufgelösten Klumpen Blech in den Magen pumpe? Diese Dosen sind vielleicht doch nicht das ideale Gefäß für Kaffee. Ach und viel zu viel Milch. Mal wieder: Starbucks lässt Grüßen. Das “Mild Coffee” sollte man übrigens ernst nehmen: Mit Aroma versetztes hellbraunes Wasser: 1/10 H-Milch, 1/10 leichter Kaffee und 8/10 pures Wasser.

Bewertung: 2 von 5 Punkten
Aber was tut man nicht alles für einen Schuss Koffein am Morgen?!

1. Konglisch = Koreanisches Englisch.

Permalink — Kategorie: Korea · Saft Schlacht — Hirschi @ 3:09 — Kommentare (0)
30. April 2009

#4: Sunkist Premium Family Orange Juice

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Im oberen Segment setzt sich der Sunkist Orangensaft an: Glasflasche und 750 Won.

Interessant finde ich, wie die Produktdesigner zwischen Hangul und englischer Sprache wechseln. Sunkist als Markenname bleibt unverändert, die nähere Definition als “Premium Family Orange Juice” ist in Koreanisch geschrieben. Auf der Rückseite wesentlich kleiner dann genau vice versa. Sunkist wird in Korea übrigens von 해태 lizenziert und vertrieben – mal kein Lotte Chilsung Getränk…

Zum Getränk: Kein Fruchtfleisch. Mild säuerlich. Sehr „flüssig“, zu verwässertes Orangen-Aroma. Angenehm süß.

Bewertung: 2 von 5 Punkten.
Zu verwässerter Orangengeschmack, dafür nicht zu sauer. Nicht mein Fall.

Permalink — Kategorie: Korea · Saft Schlacht — Hirschi @ 12:03 — Kommentare (0)
29. April 2009

#3: Hanburi (한뿌리) [Update]

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한뿌리 übersetzt man am besten mit „koreanische Wurzel“.

Die auf dem Getränk abgebildete Wurzel ist Ginseng. Ich würde es daher auch eher als Nahrungsergänzungsmittel einstufen und nicht als typisches Getränk für den spontanen Durst. Würde auch leicht den Geldbeutel sprengen, denn die 120ml schlagen mit etwa 3000 Won zu Buche. Ein Liter würde somit knapp 25.000 Won (15 Euro) kosten.

Ohne das Getränk zu öffnen riecht man schon am Deckel den typischen Ginseng (kor. Insam) Geruch: Eine eigenartige Mischung aus Haselnuss und frischer Erde würde ich sagen.

Die Farbe und Konsistenz ähnelt der von Milch. Nur noch ein wenig flüssiger, ohne Fett und eine leicht bräunliche Färbung. Leicht herb schmeckt es wie geriebene Haselnuss in Wasser aufgelöst. Achtung: Sehr hartnäckiger Nachgeschmack. Bleibt mindestens noch fünf Minuten im Mund und uns selbst nach einer Stunde und einer kleinen Mahlzeit können Dritte den Geruch wahrnehmen! Eine süße Note schwingt übrigens beim Aroma auch noch mit.

Ich kenne viele Koreaner, die Ginseng auf Teufel komm raus nicht ausstehen können. Allen voran ältere Koreaner sind aber von der Heilwirkung überzeugt. Meine Tante trinkt beispielsweise morgens immer eine kleine Flasche, weil dadurch (nach ihrer Aussage) sowohl die inneren Kräfte geweckt werden, sich das Hautbild verbessert und die Stimmung aufhellt.

Bewertung: 0 oder 4 von 5 Punkten.
Kein Ginseng-Freak? Finger weg! Für Personen aus der westlichen Hemisphäre aber ein (einmaliges) interessantes Erlebnis.

Update: Werbevideo zu Hanburi aus dem Hause CJ:

Permalink — Kategorie: Korea · Saft Schlacht — Hirschi @ 10:13 — Kommentare (0)
28. April 2009

#2: Starbucks Frappuccino

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Kalte süße Milch mit einem Schuss Kaffee…

Zahlenspiele:
Das ist so ziemlich die ernüchternde Bilanz nachdem ich den Starbucks Kaffee getrunken hab. Für exakt 281ml brauner Milch mit Zucker 2500 Won (1,40 Euro) zu verlangen ist schon gewagt. Mal davon abgesehen, dass der Instant-Kaffee bei uns aus dem Yonsei-Uni-Automaten nicht wirklich schlecht schmeckt und ganze 250 Won (0,15 Euro) kostet. Geht man hingegen zu Starbucks und lässt sich dort eine Tasse Frappuccino geben, dann schlägt das gleich wieder mit 5000 Won (2,81 Euro) zu Buche.

Selbst mischen
Wer in Deutschland gerne eine Frappoccino trinken will, solls mal mit NESCAFÉ Frappé versuchen. 250ml Milch, dazu etwa gehäufte 4 Teelöffel Pulver… et voila der Starbucks Frappuccino in Reinform.

Ach ja, als einer der wenigen Produkte, kommt der Frappoccino in einer Glasflasche daher. Damit bleibt ihm und dem Besitzer der Zutritt zur Bibliothek verwehrt… den metallischen Geschmack von der Dosenkonkurrenz sucht man auch vergeblich.

Bewertung: 3 von 5 Punkten
Das allmorgendliche Kaffee-Statussymbol in den Sprachkurs hineinzutragen. Ich weiß nicht so recht… die anderen Büchsen-Kaffees kosten weniger als die Hälfte und schmecken fast gleich.

In Deutschland die Starbucks-Kaffeemacht noch nicht vollends angekommen. Oder habe ich in den Supermarkt-Regalen die Frappuccinos einfach übersehen?!

Permalink — Kategorie: Korea · Saft Schlacht — Hirschi @ 6:08 — Kommentare (0)
27. April 2009

#1: The Beauty Likes Pomegranate (미녀는 석류를 좋아해)

The Beauty likes the Pomegranate

In der Reihe Saftschlacht macht mein aktueller Favorit den Anfang. Schon anhand der Verpackung kann man erahnen, dass dieses Getränk nicht zu den „typisch männlichen“ Nahrungsmitteln gehört. Kann man auch noch ein wenig koreanisch, dann erübrigt sich das Raten, was die koreanischen Schriftzeichen bedeuten: “Die Schöne mag den Granatapfel (Grenadine)”.

Kauft man in den kleinen Tante-Emma-Läden um die Ecke 석류, dann wird man vom üblicherweise älteren Verkaufspersonal schon mal schräg angeschaut. Der Granatapfel gilt in Korea als Symbol für Fruchtbarkeit und soll vor allem für schwangere Frauen besonders empfehlenswert sein. Laut Wikipedia ist die medizinische Wirkung wohl selbst in der westlichen Medizin nachgewiesen.

Der Saft riecht und schmeckt ein wenig nach Kirschen. Da ich mich an den typischen Granatapfelgeschmack leider nicht so recht erinnern mag, gehe ich mal davon aus, dass auch hier massiv mit künstlichen Aromen gearbeitet wird. Das mindert meines Erachtens nicht das Gaumenerlebnis. Einziges weiteres herausstechendes Merkmal neben dem Aroma ist die unglaubliche Süße. Im Prinzip könnte man auch einen Zuckerwürfel lutschen…

Bewertung: 4 von 5 Punkten.
Weniger Süße und das Getränk wäre perfekt…

Interessant ist übrigens auch die englische Beschreibung auf der Lotte Chilsung Homepage:

Feel pomegranate flavor
Iranian pomegranate concentrated juice and food fiber are included to make cool taste.
Make a gift to your girl friend with ‘this pomegranate juice’

Permalink — Kategorie: Korea · Saft Schlacht — Hirschi @ 10:13 — Kommentare (0)
26. April 2009

Saft-Schlacht

Wer stand in Korea nicht schon mal vor den riesigen Kühlfächern und wusste nicht, was er trinken soll? Zwar gibt es die Standardprodukte wie Coke, Orangensaft, Wasser oder Kaffee aber daneben auch noch eine Fülle an koreanischen Getränken mit verlockenden Verpackungen. Ich versuche nun täglich je ein Getränk zu probieren und es hier vorzustellen. Manch ein Leser wird sich an SeoulPower erinnern.1

Der Vorrat in meinem Kühlschrank:

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1. Ja, habe ganz dreist Stefans Idee geklaut. Aber nur weil er nicht weitergeschrieben und mein Lieblingsgetränk erwähnt hat ;-)

Permalink — Kategorie: Korea · Saft Schlacht — Hirschi @ 6:58 — Kommentare (2)
25. April 2009

Netbooks in Korea

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In Deutschland habe ich bislang erst relativ wenige gesehen. In Korea hingegen sind sie vor allem in den Uni-Bibliotheken allgegenwärtig: Netbooks. Meist in der Größe eines DIN A5 Blatts mit 10 Zoll Bildschirm und ca. acht Stunden echter Akkulaufzeit. Bekannt ist vor allem das MSI Wind, aber in Korea hat Samsung mit der NC-Reihe eindeutig sein Revier abgesteckt.

Mal sehen wann der Trend auch in Deutschland voll durchschlägt… Angesichts der Wirtschaftskrise und Preisen von etwa 300 Euro werden die günstigen Netbooks sicherlich weiter an Fahrt gewinnen. Da mein MacBook Pro als vollwertiger Desktop-Ersatz herhalten muss, sind die Kleinen leider nichts für mich — weder von der Rechenleistung noch vom Screen-Real-Estate.

[Photo by -eco-, Creative Commons BY-NC-SA 2.0]

Permalink — Kategorie: IT · Korea — Hirschi @ 10:08 — Kommentare (0)
4. April 2009

Überweisungen nach Korea?

Im Gegensatz zu den kostenfreien1 Überweisungen im Eurozahlungsraum (SEPA) sind Zahlungen ins Nicht-EU-Ausland noch immer relativ teuer. Hauptursache sind die Kosten für die manuelle Verarbeitung, die sich jede Bank gerne separat in Rechnung stellen lässt:

Die Postbank ist relativ bescheiden und verlangt nur 1,50 € + Entgelte von Korrespondenzbanken, was in Summe etwa 10 € ausmachen dürfte. Meine Sparkasse schöpft mit einem größeren Löffel aus dem Pott und verlangt 12,50 € Provision plus 20 € Fremdspesen. Ähnlich auch die DKB mit 12,50 Euro + Fremdspesen. Bei der HVB waren es für Korea soweit ich mich erinnern kann auch um die 30 €. (Stand Februar 2009)

Es ist zwar angedacht für den nordamerikanischen und asiatischen Raum ein Äquivalent zu SEPA einzurichten, da dies aber noch nicht der Fall ist, werden die Informationen zur Überweisung über das SWIFT-Netzwerk ausgetauscht. Dazu ist die koreanische Kontonummer und der BIC (Bank Identifier Code)2 nötig, um den Zahlungsempfänger eindeutig ermitteln zu können. In der Regel darf man ein ganzseitiges DIN A4 Formular ausfüllen3 und auch noch das Formular für Zahlungsvorgänge im Aussenwirtschaftsverkehr, falls man die Voraussetzungen dafür erfüllt.

Die IBAN (International Bank Account Number) ist in Korea bislang unbekannt! Zwar wurden durch die ISO, die IBAN-Konventionen weltweit standardisiert, aber der Gebrauch ist fast ausschließlich auf Europa begrenzt. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass es mindestens 10 bis 15 Jahre dauern wird, bis sich das neue Format für Überweisungen durchsetzen wird.

Wie lang dauert eine Überweisung nach Korea?
Anders als im Inland oder im SEPA-Zahlungsraum, gibt es für internationale Überweisungen keine gesetzlich vorgeschriebene Maximaldauer. Laut §676a BGB muss das Geld auf dem Konto des Empfängerinstituts innerhalb folgender Fristen eintreffen4:

Für Korea hab ich die Erfahrung gemacht, dass es etwa drei bis fünf Bankarbeitstage (Sparkasse/Postbank) dauert bis eine Überweisung gutgeschrieben wird. Auf der sicheren Seite sollte man sein, wenn man mit einer Woche (7 Tage) rechnet.

1. Überweisungen innerhalb des SEPA-Zahlungsraums dürfen zumindest nicht mehr kosten als gleichartige Inlandsüberweisungen. Da Online-Überweisungen im Inland meist (je nach Vertragsgestaltung) kostenfrei sind, gelten die gleichen Bedingungen für die EU-Überweisung.
2. BIC-Codes für die wichtigsten koreanischen Banken (keine Garantie für Richtigkeit):
SC 제일은행 / Standard Chartered First Bank SWIFT-Code: SCBLKRSE
외환은행 / KEB (Korea Exchange Bank) SWIFT-Code: KOEXKRSE
국민은행 / KB (Kookmin Bank) SWIFT-Code: CZNBKRSE
우리은행 / Woori Bank SWIFT-Code: HVBKKRSE
신한은행 / Shinhan Bank SWIFT-Code: SHBKKRSE
하나은행 / Hana Bank SWIFT-Code: HNBNKRSE
NH 농협 / NongHyup SWIFT-Code: NACFKRSE
Nach dem 8-stelligen BIC-Code können noch drei alphanumerische Zeichen folgen, die die jeweilige Filiale („Branch“) genauer definiert.
3. Die Sparkassen München hat eine relativ genaue Auflistung, welche Infos benötigt werden.
4. Ausgenommen es werden vertraglich andere Firsten vereinbart.

Permalink — Kategorie: Korea — Tags: , , , , , , , , , — Hirschi @ 5:12 — Kommentare (6)
23. March 2009

Daytime Drinking

Was hoffentlich nicht auf mich wartet ;-)

Permalink — Kategorie: Korea — Hirschi @ 1:11 — Kommentare (0)
12. March 2009

One-Room

So bewirbt der koreanische Vermieter mein voraussichtlich neues Zimmer im Internet. Bin mal gespannt ob die Realität genauso viel versprechend ist.
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Permalink — Kategorie: Korea — Hirschi @ 5:23 — Kommentare (1)
24. February 2009

R-S-S–F-E-E-D-S–G-E-F-I-L-T-E-R-T.

Zwei Videos, die mir letzte Woche über den Weg gelaufen sind: Boombox and Gee!

Fünf Millionen Views bei GomTV und immerhin knapp eine Million bei YouTube1. Normalerweise höre ich keinen K-Pop, aber dieses Lied hat meine Anfälligkeit für das Ohrwurmphänomen wieder bewiesen. Liegt das nun daran, dass ich den sehr einfachen Text verstehe oder sind es nur die ausgesprochen schönen Mädls2, die mir den Kopf3 verdreht haben…?!

Einen Live-Auftritt bei MBC HD kann man auch bei YouTube ansehen — übrigens auch in HD! Ich frage mich, wann in Deutschland endlich in HDTV gesendet wird, damit zumindest die wenigen qualitativ hochwertigen Sendungen auch entsprechend hochauflösend angesehen werden können.

[via POPSEOUL]

Die Liste der Songs ist als Kommentar in den Vimeo Comments.

[via Famepix, reblogged Spreeblick]

1. YouTube HighQualiy Embed Generator!
2. Die Gruppe heißt SNSD = So Nyeo Shi Dae = 소녀시대 = Girls’ Generation
3. Insert: “richtig”

Permalink — Kategorie: Korea · Randnotiz — Hirschi @ 9:30 — Kommentare (0)
23. February 2009

Zoll bei Einfuhr aus einem Drittland5 (Nicht-EG-Mitgliedstaat)

Mich erreicht in letzter Zeit häufiger folgende Frage:

Muss ich mein Paket verzollen, wenn ich es mir selbst schicke, damit ich Übergepäck beim Rückflug vermeide?

Der Weisheit letzter Schluss1 bin ich zwar auch nicht, aber über folgende Erfahrungswerte kann ich berichten:

Im Regelfall wird es sich um gebrauchte Bücher, gebrauchte Kleidung, Schuhe, usw aus dem Privatgebrauch handeln. Falls der geschätzte Zollwert unter 150 Euro2 liegt habt ihr sowieso kein Problem. Dafür gibt es die Freigrenze beim Postverkehr mit geringwertigen Sendungen. Als erstes stellt sich die Frage wie der Zollwert ermittelt wird. Meist wird vom Kaufpreis rückwärts gerechnet mit Zu- und Abschlägen. Handelt es sich um „normale“ mehrfach getragene Kleidung (also keine italienischen Designerklamotten oder höherwertige Markenkleidung) kann man mit gutem Gewissen ein Drittel des Kaufpreises3 ansetzen. Sollte der von euch geschätzte Zollwert nun bei 200 Euro liegen, kann man auch ein Auge zudrücken — es ist sowieso extrem schwer bei schon benutzter Kleidung einen vernünftigen Wert zu ermitteln.

Problematisch wird es, wenn daneben auch Geschenke oder „neue“ Ware verschickt werden soll. Hier gilt als Obergrenze für Geschenksendungen 45 Euro für das gesamte Paket. Ausschlaggebend ist der Kaufpreis im Ausland, wie er auf der Rechnung steht. Zusätzlich muss man die Höchstgrenzen einhalten. Falls ich Geschenke verschicke, gehen die in einem eigenen Paket auf die Reise und zwar zeitlich nachdem ich meine eigenen Sachen verschickt habe. Somit sollten beide nicht zeitgleich beim Zoll landen und Stress verursachen oder beide auf einmal „verloren“ gehen.

Sollten die 150 Euro übersprungen werden, kann man entweder mit zeitlichem Abstand4 mehrere Pakete verschicken oder auf sein Glück vertrauen und falls man Pech hat mit einer entsprechenden Nachverzollung und Nachversteuerung und einem Strafverfahren wegen Steuer- und Zollhinterziehung rechnen.

Eine Sonderregelung greift bei Übersiedlungsgütern. Solltet ihr mehr als ein Jahr im Ausland gewesen sein, kann man diese Waren komplett zollfrei einführen. Die weiteren Voraussetzungen stehen auf einer separaten Seite des Zolls.

Eine zweite Regelung betrifft die Rückeinfuhr („Rückware“). Angenommen ich nehme mein 1000 Euro teures Fahrrad von Deutschland nach Korea mit. Bei der Rückeinfuhr nach Deutschland fällt kein Zoll an. Dafür muss aber vor der Ausreise aus Deutschland beim Zoll ein “Nämlichkeitsnachweis” eingeholt werden. Alternativ ist auch ein ordentlicher Kaufbeleg zulässig.

1. Alle Angaben in diesem Beitrag sind zwar nach besten Wissen und Gewissen gemacht aber trotzdem unverbindlich. Eine rechtlich verbindliche Auskunft kann jeder bei der zuständigen Zollstelle einholen.
2. Bei den Werten handelt es sich um Freigrenzen. Werden als die 45€ / 150€ um einen Cent überschritten muss der gesamte Betrag nachversteuert und nachverzollt werden und nicht nur der übersteigende Betrag!
3. Eine guter Anhaltspunkt ist auch der subjektiv geschätzte Verkaufswert bei eBay.
4. Kennt jemand die rechtliche Grundlage, welcher zeitliche Abstand für eine separate zollrechtliche Behandlung vorgeschrieben ist. Mein Tipp wären 30 Tage…
5. Die EG-Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, PolenPortugal, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

Permalink — Kategorie: Korea · Worthwhile — Hirschi @ 6:17 — Kommentare (0)
4. February 2009

Die „Post-386 Generation“

Shinsedae: Conservative Attitudes of a ‘New Generation’ in South Korea and the Impact on the Korean Presidential Election von Park Sun-Young, International Affairs Desk, Hankook Ilbo, via: EWC

Durchaus kurzweilig, auch wenn ich einigen Darstellungen der koreanischen Gesellschaft nicht so recht folgen möchte. Ich glaube die Autorin macht im folgenden gleich zwei Fehler. Zum einen ist das Sample massiv zugunsten der koreanischen Elite-Unis verzerrt, zum anderen unterscheidet sie nicht zwischen Selbst- und Fremdbeurteilung.

Yet the long belief that college students are always progressive has collapsed. According to a joint survey by the Hankook Ilbo and school newspapers at Seoul National University, Yonsei University, Korea University and Ewha Women’s University conducted with 1,089 university students, more respondents answered they are conservative than replied they are liberal, 23% to 21%.

Ein Fünftel der Studenten bezeichnen sich selbst zwar als konservativ, aber in den Augen der älteren Generationen sind sie weitaus liberaler als die jeweiligen „Liberalen“ der älteren Generation. Es ist zwar immer eine Frage des Standpunkts und auch der Definition, aber das Bezugssystem bei dieser Frage lautet implizit: „Wie ist meine Einstellung im Vergleich zu meiner Generation?“ Das ich mich nun nicht unbedingt liberaler einschätze als meine Altersgenossen dürfte den meisten meiner Freunde klar sein, aber aus Sicht meiner Eltern vertrete ich signifikant liberalere Auffassungen gegenüber einer Vielzahl gesellschaftlicher Themen: Sterbehilfe, Integration und Immigration, Arbeitslosengeld II, Abtreibung, Sex, Religion, …

Die Erfahrung meiner bisherigen Aufenthalte zeigt, dass es in Korea massive Unterschiede zwischen den Generationen gibt – viel heftiger als in Deutschland: Über die gesamte Lebensplanung gibt es in koreanischen Familien weit mehr Differenzen. Das hat sicherlich viel damit zu tun, dass der Kampf, der in Korea oft im Einzelnen und Verborgenen geführt wird, in Deutschland schon von den 68ern geführt wurde aber auch mit der koreanischen Mentalität (im Bezug auf Konfliktlösung)…

Yet to these young people, nationalism never takes precedence over their pursuit of pragmatic interest, meaning they become nationalistic only when it serves their interest.

Vielleicht habe ich da nur eine deutsche Brille auf, aber diese Aussage ist m.E. nur schlecht von der Hand zu weisen. Nur ein repräsentatives Beispiel: Nicht wenige Studenten vertraten bei einer Diskussion über Zuwanderung die Meinung, dass Ihnen hochqualifizierte Bewerber aus dem Ausland die Arbeitsstellen wegnehmen. Daher sollte jegliche Zuwanderung unterbunden werden. Wie sind denn eure Erfahrungen mit den pragmatischen Nationalismus junger Koreaner(innen)?

Permalink — Kategorie: Korea — Hirschi @ 6:46 — Kommentare (0)
3. February 2009

PR-Schlacht (Updated 4. Feb 2009)

Die beiden koreanischen Privatunis (YU, KU) verbindet, ähnlich wie Oxford und Cambridge, eine freundschaftliche Rivalität. Der Wettkampf artet aber manchmal etwas sehr skurril aus: Wer die Ranking-Schlacht um die bessere koreanische Uni nun für sich gewonnen hat, kann jeder selbst entscheiden. Aber die folgenden drei Promotion-Videos haben es echt in sich ;)

Korea University

Korea University Business School

Yonsei University

Update:

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und versucht alle Werbevideos von bekannteren koreanischen Unis online zu stellen:

[Kleiner Seitenhieb: Na, das wär doch was für IRE|BS... die ebs und WHU haben sowas auch schon...]

Permalink — Kategorie: Korea — Hirschi @ 2:09 — Kommentare (0)
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