Hidden Distance
Streifzüge durchs Leben kurz notiert...
Ursprünglich eingerichtet für einen Auslandsaufenthalt in Korea, ist diese Seite nun zu meinem erweiterten „Gedächtnis” geworden, welches alle Informationen speichert, die ich interessant finde.
7. August 2008

Airbus A380 Evakuierung & 1st Class

873 Passagiere verlassen einen Airbus in weniger als 90 Sekunden… Trotz der idealisierten Bedingungen gab es Verletzte:

One man broke his leg and 32 people suffered minor friction burns and other injuries during an exercise in which 853 people and 20 crew members practised the emergency drill.
Quelle: CBC

Im Vergleich dazu diese Meldung:

In a 1991 test of a McDonnell Douglas MD-11 inside a darkened hangar at Long Beach, Calif., one attempt took 132 seconds and resulted in 28 injuries. McDonnell Douglas did the test over and got people to move faster. But in the mayhem, a 60-year-old woman caught her foot on a slide. She flipped, crashed headlong against a pile of people at the bottom, and broke her neck. She was left paralyzed for life. McDonnell Douglas failed the test and the FAA denied its request to put up to 421 people on the MD-11. (It eventually approved up to 410.)
Quelle: WSJ

[via Telstar Logistics Blog]

Bei Telstar Logistics gibt’s außerdem einen Bericht zum (Test-)Flug eines Airbus 380 von Emirates. Die Fotos aus der ersten Klasse mit den beiden Duschen sind definitiv einen kurzen Ausflug zum TL-Blog wert!

Folgendes Video zeigt die Bilder der Tailcam des A380, die jeder Passagier von seinem Platz aus sehen kann… (Quelle: TL-Blog)

Permalink — Kategorie: Reise · Worthwhile — Hirschi @ 12:48 — Kommentare (0)
6. June 2006

Reisebericht Thailand und Kambodscha Mai 2006

[Update: Direkt zur Bildergalerie; direkt zur Diaschau]

Freitag 12. Mai, Ankunft

Hirschi in KoreaVorbereitungen: Irgendwie war die Woche so verplant, dass ich es überhaupt nicht geschafft habe meine Sachen zu packen. Am Tag zuvor war ich noch in Yongsan um mir eine passende Fototasche zu kaufen und weitere zwei GB Compact Flash Memory (560 Fotos). Wie sich herausstellen sollte, habe ich zwar durch etwas Verhandlungsgeschick einen guten Deal gemacht, aber im Verlauf der Reise waren die zwei Gigabyte dann doch deutlich zu wenig. In der Nacht zum Freitag war ich dann noch in Dongdaemun um mir T-Shirts und ein paar Sandalen für die Reise zu kaufen.
Wie kam es eigentlich dazu, dass ich erst eineinhalb Stunden vor Abreise meine Koffer gepackt habe. Da war zum einen mein Seminar an der Uni ab 10 Uhr und ich musste noch eine Hausaufgabe erledigen, die ich erst am morgen um 6 Uhr begonnen habe. Leider stellte sich diese Hausaufgabe als gar nicht so einfach heraus, so dass ich den Professor um zusätzlich Zeit bitten musste (sehr peinlich, wenn man 4 Wochen Zeit hatte…). Also nach dem Seminar habe ich mich weiter an den Mac gesetzt um die drei Seiten “Research Paper”-Kritik endlich fertig zu schreiben. Also innerhalb einer knappen Stunde Koffer gepackt und anschließend um 16:30 Uhr zur Airport Shuttlebushaltestelle gegangen.

Hirschi in KoreaFahrt zum Flughafen: Die Haltestelle ist auf der gegenüberliegenden Seite des Korea University Lyceum - einige Meter hinter der Tankstelle. Der Bus fährt im 20- 40 Minuten Takt und man sollte im Schnitt gute 30 Minuten Wartezeit einplanen, denn es gibt keine festen Abfahrtszeiten. Die Busfahrt dauert ungefähr eine Stunde und 20 Minuten (je nach Verkehrslage in Seoul) und man wird bis direkt vor die Eingangshalle des Flughafens chauffiert. Der Airportbus ist übrigens eine höchst komfortable Angelegenheit mit Stühlen wie in der Business-Class - das alles zum unschlagbaren Preis von 13000 Won, was etwa 11 Euro entspricht. Allein die Maut für reguläre Autos zum Flughafen beträgt schon fast 8 Euro.

Hirschi in KoreaGeld wechseln: Am Flughafen angekommen mussten wir erst einmal Geld wechseln. In Thailand kann man oft nur mit Baht (Ausnahmen möglich, aber Wechselkurs meist sehr ungünstig) bezahlen und in Kambodscha wird bevorzugt Dollar oder auch, wenngleich ungern thailändischer Baht akzeptiert. Leider hat mein mitreisender Freund einen kostenintensiven Fehler gemacht und gleich mal unser ganzes Geld in Dollar getauscht, so dass wir am Flughafen unsere Dollar wieder in Won und dann in Baht wechseln mussten.

Hirschi in KoreaTaschenmesser: Die Warteschlange vor dem Flugschalter war relativ kurz und durch die diversen Kontrollen sind wir auch ganz gut gekommen. Einzig mein Taschenmesser hat man mir abgenommen, obwohl ich das ziemlich gut im Akkufach meiner Kamera versteckt habe. Die Hoffnung war, dass die Akkus die drunterliegenden Gegenstände verbergen, aber das hat wohl nicht so ganz geklappt.

Hirschi in KoreaAnkunft in Bangkok: Nach fünf Stunden Flug sind wir dann in Bangkok angekommen und haben nach dem auschecken erstmal ein Taxi genommen. Die Fahrtservices direkt am Ausgang sind keine Empfehlung wert, da diese etwa 700 Baht (14,5 Euro) für eine Fahrt in die Stadt haben wollen. Wenn man zum richtigen Taxistand geht, bekommt man für einen Festpreis von 300-350 Baht (6-7 Euro) ein Taxi. Alternativ den Fahrer solange bearbeiten, bis er das Taximeter anstellt. Das spart einem dann noch mal rund 50-100 Baht. Wir hatten eigentlich keine andere Wahl als Taxi, weil unsere Ankunftszeit etwa 1 Uhr nachts war und für die einstündige Fahrt ins Zentrum gab es eigentlich keine Alternative.

Hirschi in KoreaNoch ein Wort zu den Taxis: Möchte man nicht in eines der großen Hotels einchecken, sondern eine günstigere Übernachtungsmöglichkeit wählen, zum Beispiel ein Gästehaus (s. Lonely Planet Reiseführer) dann sollte man auf jeden Fall die Adresse in Thai (nicht die englische Umschrift) bereithalten. Plus Taschenlampe, wenn es dunkel ist!
Im Stadtteil “Th Khao San” gibt es jede Menge Gästehäuser, die 24h geöffnet sind und jederzeit Gäste beherbergen können. Wir haben im New Siam II (http://www.newsiam.net) Guesthouse übernachtet. Die Nacht im Doppelzimmer kostete 750 Baht. Damit ist man schon vergleichsweise gut untergebracht - Klimaanlage, sauberes Zimmer, funktionierende Dusche mit heißem und kaltem Wasser, Fernseher, Pool, Internetcafe, Aufzug. Geht man aber ein paar Meter um die Ecke, gibt es auch günstigere Gästehäuser (das Gleiche ohne Pool und Aufzug für 500 Baht). Nach fünf Stunden Flug und um zwei Uhr nachts ist man aber nicht gerade willig auf Suche zu gehen um ein paar Euros zu sparen.

- Korea: günstiges Airport Shuttle nehmen (ab Anam 13000 KRW)
- Geld am Flughafen wecheln (Shinhan Bank)
- In Bangkok das Taxiterminal außerhalb der Ankunftshalle nehmen;
- Taxifahrt lohnt sich nachts und ab zwei Personen (eine Fahrt in die Stadt 350 Baht)
- Gästehausadresse in Thai geschrieben mitnehmen
- wenn man nachmittags ankommt nach “Th Khao San” fahren und selbst Gästehaus anschauen (durchschn. Preis sollte Mitte Mai 400-700 Baht fürs Doppelzimmer betragen)

Samstag 13. Mai, Fahrt nach Kambodscha

Zum Busterminal: Auf nach Kambodscha! Erst man sind wir durch den Hotelweckdienst aufgestanden und haben uns ein Continental Breakfast gegönnt. Mit Apfelshake und vielen Früchten ;-) Sehr lecker…
Vor dem Hotel warteten schon die ersten Taxifahrer. Die Rezeptzionistin sagte uns, dass ein Preis von 60-90 Baht für die Fahrt zum nördlichen Busterminal in Ordnung wäre. Der erste Taxifahrer wollte erst mal 150 Baht und lies nicht mit sich verhandeln. Der zweite Taxifahrer bot uns hingegen sofort einen Festpreis von 50 Baht an. Wir schlugen zu und wurden schon Opfer der ersten “Touristenfalle”. Die Fahrt dauerte gute 40 Minuten und war vergleichsweise angenehm, wenn sich auch durch Flieh- und Beschleunigungskräfte die älteren Autositze etwas bemerkbar machten. Sofern man einmal in Südkorea mit einem hektischen Taxifahrer zur Rushhour unterwegs war, dann war das in Bangkok die reinste Kaffeefahrt. Am Terminal angekommen verlangte der zuvor noch freundliche Taxifahrer 150 Baht - wir hätten ihn angeblich falsch verstanden. Wir beharrten auf den 50 Baht und da der Taxifahrer nicht nachgeben wollte, stieg ich die Preisverhandlung ein - mein sonst gesprächiger Reisegefährte verstummte erst mal. Ein wenig hin und her verhandelt und wir landeten bei fairen 80 Baht.

Hirschi in Korea  Hirschi in Korea

Busterminal: Der Busbahnhof in Bangkok ist etwas verwirrend und trotzdem noch einfach verglichen mit koreanischen Busterminals. Der Schalter für Aranya Prathet (der letzten Stadt vor der Grenze) befindet sich im Gebäude und nicht wie die meisten anderen vor dem Gebäude. Hirschi in KoreaEs gibt aber einen Infoschalter bei dem man fast alles erfragen kann. Die Fahrt in einem der zahlreichen klimatisierten Busse kostete 460 Baht pro Person. Am Schalter bekommt man auch noch kostenlos Wasser und darf dann zu den wartenden Bussen auf der Rückseite des Terminals.

Hirschi in KoreaBusfahrt: Ich habe mich erst mal auf eine ziemlich verspätete Abfahrt eingestellt, da einige Busse erst dann losfahren, wenn auch der letzte Platz besetzt ist. In diesem Fall habe ich mich aber getäuscht: der Bus fuhr pünktlich um 8.30 los. Es handelte sich dabei um einen gut 10-15 Jahre alten Mercedes Bus, dem man wohl nachträglich noch jede Menge Extras verpasst hat. Dazu gehört wohl auch die ständig röhrende Klimaanlage, die den Bus in einen Gefrierschrank verwandeln hätte können. Glücklicherweise stiegen aber nach dem Busterminal noch so viele Leute hinzu, dass der Bus bis auf den letzten Stehplatz besetzt war. Außerdem stieg die Außentemperatur bis zum Mittag doch stark an, so dass ich sehr glücklich über die Zustände war :)

Thai-TV: Ein weiteres Extra des Busses war der integrierte Fernseher - mir ist das anfangs gar nicht aufgefallen, denn die Busse in Korea haben sehr oft Fernseher mit DMB (ganz nebenbei, das gibt’s in Deutschland noch gar nicht, Fernsehen auf dem Handy ist noch Zukunftsmusik, aber fürs halb-stationäre Fernsehen über DVB-T müsste es schon Empfänger geben, die in einen Bus eingebaut werden könnten) Die Sendung, welche die Aufmerksamkeit aller Einheimischen auf sich zog war von mittlerer technischer Qualität. Man fühlte sich etwas an die billigen Amateurfilme der frühen 90er Jahre erinnert, wo man gerade die Möglichkeiten der BlueBox und diverser Videoeffekte erkannte. Soweit ich es erkennen konnte, ging es in der Soap um einen göttlichen Herrscher, der mehrere Mätressen unter sich hatte. Der Herrscher hatte offensichtlich eine Favoritin in seinem “Harem”. Problematisch war aber, dass die Erwählte einen Lover / Bruder, der sie befreien will / etc. hatte. Zusätzlich gab es da noch eine Rivalin, die der schönen das Leben schwer machen will, usw. usf. Während der Busfahrt war das TV-Signal dann so schlecht, dass wir auf lautstarke thailändische Musik umgestiegen sind.

Hirschi in KoreaZwischenstopp und Essen: Nach gut einer Stunde gab es dann einen Zwischenstopp, bei dem wir uns mit zusätzlichem Wasser und Früchten (10 Baht = 20 Cent für eine ganze Tüte Wassermelonenstückchen) eingedeckt haben. An der Grenze angekommen, gab’s erst mal ein kleines aber leckeres Mittagessen und mein Freund konnte zum ersten mal sein gutes Khmer auspacken und den Restaurantbesitzer nach der Reiseroute befragen.

Zur Grenze: Im Bus war auch noch ein englisches Pärchen mit dem wir uns das Tuk-Tuk vom Busterminal an die Grenze teilten. Für 50 Baht pro Person bekam man ein TukTuk und es ging zur Grenze. Vier Personen mit großen Rucksäcken auf kaum mehr als einem Quadratmeter… die Tuk-Tuk Fahrer mögen zwar ganz nett sein, ließen bei uns aber keine Möglichkeit aus, noch etwas mehr Profit herauszuschlagen: “Visa, Do you have Visa?”, “Drinks, Cocktails, Water, are you hungry?” Man sollte auf keines der Angebote eingehen, denn entweder bekommt man höchst alkoholische Getränke oder “Scheinvisa” zu einem Preis, der einen erst mal ordentlich schlucken lässt.

Hirschi in KoreaGrenzformalitäten: An der Grenze, erwartet einen das Übliche: lange Strecken, die man zu Fuß gehen muss und Passformalitäten. Für die Einreise nach Kambodscha muss man auf die linke Straßenseite, an einer langen Schlange mit lauter Thailändern vorbei (Vorsicht: Wenn man es nicht besser weiß, dann stellt man sich an dieser ewigen Schlange an, bis man kurz vor dem Gate steht, wo in großen Buchstaben steht, dass man sich gerade in der falschen Schlange angestellt hat ? also lieber erst mal bis zum Gate vorgehen und sehen, wo man sich denn anstellen muss) und erst dann kommt man zum thailändischen Passbeamten, der einem einige Stempel in den Pass drückt und dann geht’s weiter. Auf kambodschanischer Seite muss zuerst zum Visaoffice. Dort darf man ein Formular ausfüllen, ein Passbild abgeben (sollte man unbedigt aus der Heimat mitnehmen um zusätzlichen Stress zu vermeiden) und 20 US-Dollar blechen (alternativ 1000 Baht). Anschließend wird man mit einem offenen, aber überdachtem Kleinbus bis an richtige Einreisestelle gefahren. Hier darf man sich dann mit den vielen Ausländern anstellen, in eine Webcam gucken und sich erneut viele Stempel in den Pass drücken lassen.

Scheinhelfer: Normalerweise wartet eine Reihe von Kambodschanern kurz vor der Grenze um die Touristen zu etwaigen Lockangeboten zu führen. Dabei sind sie zwar ganz hilfreich einem zu den jeweiligen Stationen in der Passkontrolle zu führen, aber die “privaten” Taxiangebote hinterher sind definitiv keine Schnäppchen.

Bus-Mafia: Möchte man von Poi Pet der Grenzstadt auf kambodschanischer Seite nach Siem Reap, dann sollte man sich nach günstigen Busangeboten umsehen. So ganz habe ich das Prinzip mit den Bussen nicht verstanden, das lag wohl daran, dass die Abläufe, nach denen man die Touristen in die Busse verfrachtet hat nach ganz eigenen Regeln abliefen. Anscheinend hat eine lokale “Bus-Mafia” das ganze Terminal unter Kontrolle, wobei ein Teil der Busse direkt von der Einreisestelle abfährt. Hirschi in KoreaDas Terminal ist hingegen gute 800 Meter weiter, jedoch werden das die wenigsten Leute von selbst finden, da es sich in einer etwas abgelegenen Seitenstraße befindet - ich behaupte mal, dass sich dort das eigentliche Terminal befindet, denn dort gibt es jede Menge Busse, ein echtes überdachtes Terminal und die Einheimischen sind dort angekommen und abgefahren. Trotzdem haben die meisten Touristen direkt nach der Passkontrolle gewartet. Das lässt sich wohl darauf zurückführen, dass man nur dann zu dem günstigeren Busterminal gekommen ist, wenn man schon ein gekauftes Ticket hatte. Alle anderen mussten wohl die Standardpreise bezahlen. Eine Fahrt nach Siem Reap kostet etwa 10 US-Dollar und man kann das nur schwer drücken. Selbst mit einem Muttersprachler war da nur sehr wenig herauszuholen. Ich möchte aber nicht wissen, was die anderen bezahlt haben und was für einen auseinander fallenden Bus sie dann bekommen haben… Empfehlung: Besorgt euch das Busticket in einem Reisebüro in Bangkok.

Hirschi in KoreaPoi Pet: Wenn man durch Poi Pet fährt, dann sieht man vor allem zwei verschiedene Häuserstile: Gebäude im Kolonialstil, oft auch zwei oder drei Geschosse hoch, aber meistens eingeschossige Reihenhäuser mit Verkaufständen vor der Hausfassade. Hinter dieser ersten Häuserzeile sind dann die ganzen kleinen Hütten aus Holz mit Blech- oder Plastikdächern. Die Straßen sind durchgehend nicht geteert und solange es nicht regnet trockene Staubpisten. Es werden aber Anstrengungen unternommen, die Straßen auf ein höheres Niveau als die Umgebung zu bringen, damit sie in der Regenzeit nicht immer überflutet werden. Fängt es aber mal an zu regnen, verwandelt sich die zuvor noch staubige Straße in eine schöne braune matschige Soße. Hirschi in KoreaInteressanterweise zieht der Regen nicht allzu schnell weiter, so dass man mit dem Auto nach nur wenigen Minuten wieder auf der staubigen Straße ist.
Außerdem versucht man den Untergrund mit Planierraupen zu festigen um später einmal wirklich zu teeren. Bisher sind nur wenige Streckenabschnitte wirklich geteert und wenn, dann konnte man mit dem Bus nicht auf dem Teer fahren, weil die Schlaglöcher wohl den Reifen zum Platzen gebracht hätten.

Hirschi in Korea

Hirschi in KoreaPanne: Nach etwa zwei Stunden Fahrt, merkten ich und die anderen Insassen plötzlich, dass mit dem Bus wohl was nicht stimmte. Durch den Lärm, konnte man den Knall des Reifens zwar kaum hören, statt dessen aber durch die Neigung des Busses gut verspüren. Wir hatten einen Platten, Hirschi in Koreakeinen Ersatzreifen und zwei Kambodschaner, die nun erst mal auf Problemsuche gingen. Der Fahrer fuhr daraufhin per Anhalter in die nächste Stadt und wir warteten. Erst 10 Minuten, dann zwanzig, dann eine Stunde. Wir hielten mitten auf der Straße und da alle Insassen aussteigen mussten, konnte man wohl von weitem erkennen, dass hier eine Reihe von Touristen gestrandet war.

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Lokales: Mit der Zeit kamen auch die Kinder aus den Siedlungen auf uns zu, erst zwei, dann vier und dann immer mehr… Aus lauter Langeweile sind wir auch zu den Siedlungen gegangen und mein Reisebegleiter (Lim) hat sich mit der Familie bisschen unterhalten. Interessant war, dass keiner der Kinder gebettelt hat, nicht mal ansatzweise. Sie bekamen trotzdem jede Menge Süßigkeiten und Wasser zum spielen. Hat mich doch erstaunt, denn in der Nähe konnte ich keinen Brunnen erkennen und das Wasser in den Teichen war wohl kaum trinkbar. Die Kinder erzählten uns, dass sie in die Schule gehen würden und täglich mit dem Fahrrad dorthin fahren. Im Schnitt waren die Kinder etwa 7-15 Jahre alt. Die meisten Brüder und Schwester in einer zwanzig Personen zählenden Familie. Sie leben von Landwirtschaft und gelegentlichen Verkäufen an die vorbeifahrenden Autos.

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Die Nacht und Weiterfahrt: Unser Busfahrer kam und kam nicht, schließlich brauch auch noch die Dunkelheit über uns ein und dummerweise verschwand auch noch unser zweiter Busfahrer urplötzlich. Das hinterließ dann doch ein mulmiges Gefühl, zumal das auswärtige Amt (wie die meisten anderen Staaten auch) vor nächtlichen Reisen gewarnt hat. Wirklich unsicher fühlte man sich aber kaum, da immer mal wieder Autos entgegen kamen und auch sonst, würde sich wohl niemand in diese Ecke verlaufen und Hirschi in Koreaauf offener Straße nach 20 Ausländern Jagd machen. Schließlich kamen die beiden Fahrer doch noch mit dem Reifen an und um halb Acht setzten wir unsere Fahrt fort. Zwischendrin gab es noch einen Halt vor einen Restaurant und eine Pipi-Pause. Durch die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit, trinkt man doch sehr viel und für Frauen entsteht das “Problem” (zumindest für unsere Japanerin), dass es keine wirkliche Toilette am Straßenrand gibt. Außerdem sind richtige Restaurants oft Stunden voneinander entfernt. Kurze Randbemerkung: in den Toiletten unseres Restaurants konnte man quakende Frösche, kleine Schlagen und diverse Geckos beobachten. Das hat dann auch die meisten Besucher veranlasst ihr Bedürfnis woanders zu verrichten.

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Independence Day…

Ankunft & Gästehaus: In Siam Reap angekommen, wurden wir direkt zu einem Gästehaus gefahren. Das Gästehaus war Hirschi in Korearelativ neu und soweit auch ganz komfortabel und günstig. Eine Nacht im Doppelzimmer kostete 5 US-Dollar, wobei wir keine Klimaanlage hatten und auch kein heißes Wasser. Beides ist aber Mitte Mai nicht wirklich notwendig, weil es nachts nicht so heiß ist, dass man ohne A/C sterben würde und das kühle Wasser aus der Dusche hatte genau die richtige Temperatur um ein erfrischendes Erlebnis zu hinterlassen. Das Zimmer war sauber, moskitofrei, mit Fernseher (nur ein Kanal) und einigermaßen bequemen Bett. Hirschi in KoreaEs gab auch teurere Zimmer mit Klimaanlage, aber wir hatten nicht so wirklich das Gefühl, dass wir so was nötig hatten. Man konnte im Gästehaus auch Essen und Wasser kaufen, aber beides ist verglichen den Preisen, die man in der Stadt bekommt viel zu teuer. Eine Flasche (1,5 Liter) kostete ein US-Dollar.

Wasser: Mit etwas Verhandlungsgeschick bekommt man fünf Literflaschen für den gleichen Preis. Der lokale Preis für Wasser beträgt etwa 14 Flaschen Wasser für einen US-Dollar. Ich bezweifle aber, dass ein Tourist es so billig bekommt und wenn doch, dann sollte er ein schlechtes Gewissen haben. Nichts gegen etwas handeln, aber man sollte im Hinterkopf haben, dass man verglichen mit der ansässigen Bevölkerung wesentlich mehr Geld verdient (das Monatseinkommen unseres Tuk-Tuk Fahrers belief sich auf etwa 20 US-Dollar) und man die Leute durchaus etwas an seinem “Wohlstand” teilhaben lassen kann. Verteilungstechnisch ist das natürlich unfair gegenüber den anderen Provinzen des Landes, jedoch kann man als Reisender die Tatsache, dass sich Angkor nun gerade dort befindet, nur sehr bedingt ändern. Das bedeutet aber auf der anderen Seite nicht, dass man sich bei jeder Gelegenheit über den Tisch ziehen lassen muss…

- Taxifahren in Bangkok: nur “by meter”, also mit Taximeter
- Aranya Prahet Schalter im, nicht vorm Busterminal
- Essen kostet außerhalb von Bangkok selten mehr als 60 Baht pro Person
- TukTuk an der Grenze für 50 Baht pro Person
- Visa für Kambodscha direkt an der Grenze ausstellen lassen
- Fürs Visa nen Passbild (3×2cm) mitbringen!
- Busticket von der Grenze nach Siem Reap vorab besorgen (nicht mehr als 10US-$)
- vor der Fahrt aufs Klo, bei heißem Wetter mindestens 2 Liter Wasser mitnehmen, wenn kein A/C im Auto
- vier bis fünf 1 Liter Flaschen Wasser für ein US-Dollar im Kambodscha
- keine Bandscheibenvorschädigung, wenn man Auto / Bus fahren will
- Gästehaus mit Ventilator war Mitte Mai ok, USD 5 pro Person im Doppelzimmer kosten

Sonntag 14. Mai, erster Tag Angkor

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Angkor Tickets: Bevor man Angkor besuchen kann, muss man sich erst einmal eine Eintrittskarte kaufen. Am Ticketing Gate müssen sich alle Touristen (d.h. alle Besucher, die in ihrem Visa ein T stehen haben - allen Halbkambodschanern sei angeraten sich ein K ins Visum eintragen zu lassen, denn dann ist der Eintritt frei) einen Besucherpass ausstellen lassen. Ein Tag kostet 20 US-Dollar, drei Tage 40 US-Dollar und eine Woche 60 US-Dollar. Satte Preise und man muss dazu anmerken, dass so gut wie Hirschi in Koreakein Cent davon in die Restauration der Anlagen fließt. Stattdessen finanziert sich die Aristokratie mit den Einnahmen die schönen neuen deutschen Edelkarossen. Auch die 20 US-Dollar für das Visum habe ich sicherlich gut angelegt, denn das Geld kommt in irgendeiner Form der deutschen Autowirtschaft sicherlich zu Gute. Angemerkt sei doch, dass man drei bzw. sieben aufeinander folgende Tage die historischen Anlagen besuchen muss. Ein Aufteilen des Besucherpasses ist nicht möglich und man sollte seine Pässe sehr gut aufheben. Verlorengegangene Tickets werden nicht erstattet und man darf sich Neue kaufen. Zusätzlich kann es passieren, dass man auch noch die Strafgebühr von 100 bis 300 US-Dollar bezahlen muss. Diese wird dann fällig, wenn man mit einem ungültigen, übertragenen oder gar keinem Ticket in Angkor aufgefunden wird. Die Tickets werden übrigens an jedem Tempel kontrolliert und die Kontrolleure lassen keine Nachsicht walten.

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andere Reisende: Angkor Wat ist die eigentliche Hauptattraktion des gesamten Komplexes. Dort kann man auch ab etwa 9 Uhr morgens die ganzen Touristenschwemme beobachten. Diese gliedern sich relativ schön in die Bildungstouristen, Backpacker und Einheimische auf. Von jeder Gruppe sieht man fast ein Drittel und unter den Hirschi in Koreawohlhabenden Bildungstouristen waren jede Menge deutsche Rentner. Insgesamt gesehen, waren die Deutschen überall, wo auch wir waren. In Angkor, in der Stadt, in den Bussen, auf der Insel Ko Chang in Thailand und natürlich in Bangkok.

Angkor Wat: Angkor Wat ist in der Grundform quadratisch und von einem Wasserbecken umgeben. Über die Hauptbrücke auf der Ostseite gelangen die meisten in den Gebäudekomplex. Ich empfehle aber, Angkor Wat “von hinten” zu besichtigen. Wenn man morgens über die Hauptbrücke läuft, hat man ständig die Sonne Hirschi in Koreaim Gesicht und darf sich mit den Menschenmassen abfinden. Man geht besser über den auf der Rückseite gelegenen Eingang hinein und schon ist man fast alleine. Hirschi in KoreaAußerdem ist das Licht fürs Fotografieren wesentlich besser und man geht fast immer im Schatten. Die Hinterseite ist zwar wesentlich verfallener, aber kommt man zum eigentlichen Hauptkomplex, sieht man schon die Restaurationsarbeiten des deutschen Teams. Die Hirschi in Koreain Stein gehauenen Wandmalereien sind wirklich beeindruckend und umlaufen den gesamten inneren Komplex. Einmal auf die Hauptplattform hoch, Fotos geschossen und wieder hinunter. Anschließend zu den beiden Teichen vor den drei markanten Türmen und die typischen Postkartenfotos geschossen.

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Angkor Thom, Bayon: Auf dem Rückweg sind wir dann über das südliche Tor in den zweiten Hauptkomplex Angkor Thom gelangt. In der Mitte von Angkor Thom befindet sich das Bayon. Den meisten dürfte das Areal durch die riesigen Steingesichter bekannt sein. Leider sind diese Bauten trotz der Restaurationsarbeiten der Japaner am meisten vom Einsturz bedroht. Nach mühsamer Suche, haben wir dann auch die einzige Stelle gefunden, an der man drei Gesichter frontal und in Reihe sehen kann.

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Mittagessen und Verhandlungstaktiken: Vor dem Besuch hatten wir ein kleines Mittagessen. Sollte man nicht sehr gut in handeln, sein darf man sich über die saftigen Premium-Aufschläge in Angkor freuen. So ziemlich alles von Kleidung über Essen bis hin Hirschi in Koreazu den Getränken kostet 300% mehr als in der Stadt. Wenn man Essen möchte wird man vom TukTuk-Fahrer oft zu einer Hütte gefahren, mit der der Fahrer irgendwelche Kommissionsgeschäftchen abgeschlossen hat. Bei Preisen von 3,75 US-Dollar für einen Frühstücksteller mit frittiertem Reis und Gemüse hat es mir dann doch die Stimme etwas verschlagen, denn für den entsprechenden Won-Betrag bekommt man in Korea Kimbab und Raboggi. Das reicht um zwei Personen satt zu bekommen und von dem Frühstücksteller, wird nicht mal eine halbe Person satt.
Also handeln ist angesagt - das Essen sollte nach Auskunft meines Mitstreiters ungefähr 1,50 Dollar kosten Hirschi in Korea.

Hirschi in KoreaShiva-Tempel (Baphoun): Nach dem Mittagessen, sind wir zum Shiva (der Zerstörer) Tempel (Baphoun) gegangen. Leider ist der Zutritt nur auf bestimmte Tage und Stunden begrenzt, da die École française d’Extrême-Orient in Kooperation mit dem französischem Außenministerium eine groß angelegte Restauration durchführt. Das ist übrigens die einzige Stätte, bei der man wirklich das Gefühl hat, dass restauriert wird. Es stehen Kräne herum, die Steine sind alle katalogisiert und geordnet uns das gesamte Areal ist sinnvoll abgesperrt. Das besondere des Tempels ist der liegende Buddha, dessen Ausmaße sicherlich 30 Meter überschreiten.

Hirschi in KoreaPhimeanakas, Elefantenterasse: Gleich nebenan befindet sich das Prasat Phimeanakas. Von oben hat man einen interessanten aber sehr beschränkten Rundumblick. Es noch angemerkt, dass man zwar von hinten und vorne auf die Pyramide steigen kann, aber der Abstieg ist über die Rückseite am geschicktesten. Lim, musste das leidlich feststellen, als er gute 2 Meter vor dem Abstiegsziel nicht mehr weiterkam. Zu Hirschi in KoreaFuß kann man direkt zu Straße gehen und man stößt dann direkt zur Elefantenterasse. Genauer gesagt handelt es sich um einen um gut zwei Meter erhöhten Weg, an dessen Seiten Elefanten abgebildet sind. Das Areal, welches man von der Elephantenterasse zu überblicken ist, ist gekennzeichnet von vier großen Türmen, die Prasat Suor Prat heißen.

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Ta Phrom: Wir sind anschließend mit dem TukTuk nach Ta Phrom gefahren. Das ist nun der Tempel, den man mit Tomb Raider assoziiert. Die enorm großen Wurzeln schlingen sich um die Mauern und ein Menschenkörper ist im Hirschi in KoreaVergleich dazu winzig. Leider ist dieser Tempel auch das Ziel vieler anderer Urlauber, so dass man kaum richtig schöne Fotos machen kann. Verlässt man aber die Hauptwege, so sieht man schlagartig keine einzige Person. Trotz allem wurden aber meine Erwartungen nicht erfüllt, ich dachte, es ist alles noch mal einen Tick größer und eindrucksvoller.

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Sonnenuntergang: Am Abend sind wir dann über das Siegestor und Bayon nach Phnom Bakheng. Das ist ein künstliches Steinplateau auf einem Berg, von dem ganz Angkor sehen kann. Wirklich ins Auge fällt aber nur das westliche Baray, ein riesiges Wasserbecken, das immer noch halb gefüllt ist. Hirschi in KoreaDen Sonnenuntergang haben wir nur “halb” mitbekommen, da eine Regenfront auf uns zukam. Die Regenfront kündigte sich schon mit Blitzen und deutlich hörbarem Donner an. Trotzdem blieben die meisten auf der Plattform, nicht zuletzt, weil die Kambodschaner davon ausgingen, dass das Gewitter vorbeizieht. Falsch gedacht und schon spürten wir die ersten Regentropfen. Der Abstieg von der Plattform bedarf einiger Kletterkünste und da ich nach diversen Erfahrungen vergleichbarer Art (in den Alpen) vorsichtig geworden bin, waren wir kurz vor dem wirklichen Regeneinbruch schon am Abstieg. Leider braucht man doch ziemlich lang um den ganzen Berg hinunterzugehen, so dass wir letztendlich pitschnass im TukTuk saßen. Da die Einheimischen nur Flip Flops tragen, hatte Lim auch nur Flip Flops an. Diese Sandalen, sind aber definitiv gar keine gute Idee, wenn es a) anfängt zu regnen b) der hinunterführende Weg mit glatten Steinen nur so übersäht ist und c) hunderte von Hirschi in KoreaMenschen zeitlich dieselbe Route hinuntergehen. Flip Flops ausziehen ist übrigens auch eine schlechte Idee, denn der Schlamm enthält einige sehr scharfkantige Steinchen. Nachdem wir zurück im Gästehaus waren, konnte es Lim nicht sein lassen, beim Regenfußball mitzumachen. Mir war es aber deutlich zu kalt (erstaunlich, welche Temperaturschwankungen so ein Regenguss mit sich bringt - selbst in Südostasien) und nach einer Dusche fiel ich in meinen ausgedehnten Tiefschlaf. Mein treuer Reisebegleiter berichtete, dass man mich nicht mal mit lauten Rufen und Schlägen auf mein wertes Hinterteil wecken konnte ;)

Auf jeden Fall war das ein super Tag in Angkor!

Hirschi in Korea

- Angkor Tickets kaufen, Empfehlung: drei Tage für 40 Dollar
- Angkor Wat nachmittags von Ost nach West ansehen, oder morgens von West nach Ost
- bis neun Uhr sind noch wenige Menschen unterwegs, danach wird?s voll
- beim Mittagessen in Angkor handeln, auf etwa 1,50 Dollar
- Baphoun ist zurzeit nur an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten zu besichtigen
- Elefantenterasse morgens oder nachmittags ansehen; zur Mittagszeit ungünstiges Licht für Fotografen
- Ta Phrom: überlaufen, morgens früh ansehen, den empfohlenen Routen folgen und auch gelegentlich abweichen
- Sonnenuntergang auf dem Berg Phnom Bakheng: frühzeitig kommen, sonst kommt man nicht mehr hoch (je nach allgemeiner Touristenlage schon um etwa 4 Uhr, 5 Uhr ist definitiv zu spät!)

Montag 15. Mai, zweiter Tag Angkor

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Allmorgendliche Schwierigkeiten: Meinen Tiefschlaf begann ich in aller Regelmäßigkeit um 20 Uhr, so dass mein Rhythmus mich um ungefähr 6 Uhr morgens aus dem Bett fegte. Wir sind dann wie am Vortag auch, mit dem TukTuk nach Prah Kahn gefahren. Dort fiel mir erst mal die Kamera auf den Boden und das besorgte Gesicht von Lim hätte man sehen müssen. Kamera geht aber immer noch. Dejustiert ist nichts - zumindest nicht auf den Bildern sichtbar. Werde das aber beim deutschen Canon Kundendienst mal abchecken lassen. Lim hat mit der “Fruchtfrau” eine kurze Konversation angefangen und wollte eigentlich auch ne Ananas kaufen. Aber wir haben das dann auf später verschoben.

Hirschi in KoreaPrah Kahn: Der Tempel Prah Kahn ist nicht mehr so ganz in meinem Kopf. Irgendwie sehen die Tempel am zweiten Tag alle gleich aus, wenn man keinen Führer hat, der die Unterschiede ausdrücklich hervorhebt. Ähnlich ist das mit den koreanischen Tempeln, nach dem Vierten sieht fast nur noch ein Experte, welche Farb- und Musterunterschiede nun das Besondere dieses Tempels ausmachen. Der Tempel gehört auch zur Klasse der eher verfallenen Bauten - einzig der auf Säulen gebaute Palast fiel ins Auge.

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Bettelei und Früchte: Auf dem Rückweg konnten wir auch die ersten Musikspieler sehen, die mit ihren Instrumenten den Weg zum Tempel beschallten. Man wird nur indirekt Hirschi in Koreadazu aufgefordert zu spenden und das ist allemal besser, als die kleinen Kinder, die einen konstant bearbeiten (Zitate: “Sir”, “Sir, please”, “Just one Dollar”, “Postcards”, “Handmade”, “Very good quality”, …), warum man denn nun keine Souvenirs kauft. Etwas weiter trafen wir dann noch eine Früchte verkaufende Oma, die gerade an eine lokale Frau diverse Früchte verkauft hat. Da Lim herausfinden wollte, wie teuer die Einheimischen kaufen, standen wir einige Zeit neben den beiden. Letztendlich kamen Lim und die Oma ins Gespräch und wir kauften eine handvoll Hirschi in KoreaMini-Bananen und zwei ganze Ananas für einen US-Dollar. Die erste Ananas war echt lecker, aber die zweite Ananas war mit einer scharfen Salzpaste eingerieben - nicht unbedingt mein Fall. Es stellte sich heraus, dass der Einkauf der Früchte bei der Oma nicht gerade intelligent war, denn Lim hatte zur ersten Früchtefrau, die wir am Anfang getroffen haben, gesagt, dass wir später Früchte kaufen werden. Aus lauter Übereifer haben wir das dann vergessen und bei der anderen Oma eingekauft. Das hat die erste Früchtefrau beobachtet und dann ziemlich derb auf kambodschanisch angefangen zu schimpfen, warum wir denn nun nicht bei ihr eingkauft haben.

Hirschi in Korea

Hirschi in KoreaNeak Pean und Ta Som: Die zweite Attraktion des Tages war ein ehemaliges Wasserreservoir (Neak Pean) mit einem zentralen Becken und vier angeschossenen Becken. Dort trafen wir auch einen netten Aufpasser, der uns einiges über diese Bauten erzählte. Besser gesagt erzählte er Lim alles auf Kambodschanisch und Lim erklärte es mir dann in Englisch. Der Führer nahm uns dann noch auf seinem Hirschi in KoreaMotorrad bis zum Ausgang mit und wir fuhren mit ihm zum nächstgelegenen Tempel: Ta Som. Irgendwie habe ich gar keine Erinnerung an den Tempel an sich. Einzig ein kleines kambodschanisches Mädchen, das in Deutsch nahezu akzentfrei von 1 bis 10 zählen konnte. Dazu hat sie auch noch in fünf anderen Sprachen die Zahlen bis 10 gelernt. Außerdem war da noch ein spanisch sprechendes Paar, das sich die ganze Zeit selbst gefilmt hat…

Hirschi in KoreaEast Mebon & Pre Rup: Der weitere Weg führt uns zum East Mebon, ein weiterer Tempel mit einem großen und gut erhaltenen Elefanten an einer Ecke. Wir haben dort ne halbe Stunde Rast im Schatten eingelegt.
Weiter zu Pre Rup - diese Ruine ist nun wieder etwas stärker in meinem schwindenden Pool an Gedanken repräsentiert. Der Aufstieg ist etwas mühsam, aber von oben kann man bei gutem Wetter und etwas Ortskunde den obersten Teil von Angkor Wat erkennen. Außerdem hat man einer wunderbare Rundumsicht, die sonst nicht zu finden ist.

Banteay Kdei, Sra Srang und Fotomodels: Banteay Kdei hätte ich fast vergessen, aber Lim hat dort mit den Leuten bischen geredet, so dass ich das ein oder andere Foto geschossen habe. Sehenswert? Wenn man mal da ist, dann kann man auf Hirschi in Koreader gegenüberliegenden Straßenseite Sra Srang (ein kleinerer See) bewundern. Dort haben wir zum ersten Mal kambodschanische Touristen aus Phnom Phen getroffen. Sie haben bei der Hitze ein erfrischendes Bad im See genommen. Hätte ich auch gerne gemacht, aber meine letzte kurze Hose sollte nicht nass werden, denn Wäsche waschen ist ein schweres unterfangen, ohne Waschmaschine. Außerdem wird man oft gewarnt, dass man sich in Süßgewässern diverse Würmer, Bakterien, oder ähnliches einfangen kann; also hab ich’s sein lassen. Nachdem ich von den Kambodschanern ein Foto geschossen habe, wurde ich selbst urplötzlich zum Fotomodell. Einer nach dem anderen wollte ein Foto mit mir oder Lim. Also haben wir bereitwillig posiert und jede Menge Fotos gemacht. War ziemlich lustig, denn die Kambodschaner haben sich nicht so recht an mich herangetraut. Als dann aber die erste Schüchternheit verflogen ist, sind sie ganz zutraulich geworden.

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Prasat Kravan: Prasat Kravan war die letzte Attraktion des Tages. Der Tuk-Tuk Fahrer wollte gar nicht davor anhalten, weil es normalerweise kein Tourist ansehen will. Wenige Sekunden nachdem wir ausgestiegen sind, kam gleich eine Meute von Hirschi in KoreaKindern auf uns zu. Diese waren ziemlich aufdringlich und haben uns konstant bearbeitet, ob wir denn nicht irgendetwas kaufen wollen. Ich kann gut verstehen, dass sie aufdringlicher sein müssen, weil so gut wie niemand dort vorbeikommt. Trotzdem haben sie uns nach wenigen Minuten alleine gelassen. Selbst die Angkor-Verwaltung sieht Prasat Kravan als so unwichtig an, dass man keine Kontrolleure davor positioniert hat. In den fünf Innenhöfen, sollte man schöne Reliefs betrachten können, aber Kunsträuber haben Reliefs aus vier der fünf Räume schon entfernt, so dass nur noch ein Raum die schönen Reliefs hatte. Leider werden aus sehr vielen Tempeln die (schönsten) Artefakte gestohlen, so dass mit der Zeit die Kunstschätze stark dezimiert werden.

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Angkor Wat, zum zweiten Mal & Affenhorde: Eigentlich wollten wir noch Elefanten reiten, aber auf dem Weg zu den Elefanten sind wir einer wilden Affenfamilie begegnet. Es haben schon jede Menge Touristen am Straßenrand gestanden und einige haben die Affen gefüttert. Es waren vor allem Hirschi in Koreaträchtige Weibchen oder Mütter mit ihren Kindern, die zu den Touristen gekommen sind. Da wir noch Bananen von unserer Fruchteinkaufsaktion übrig hatten, haben wir den Rest an die Affen verfüttert. Die Affen waren echt niedlich und total schüchtern. War aber was Essbares in der Nähe, dann wurden sie manchmal ziemlich frech und versuchten einem das andere Essen auch zu klauen. Die wildlebenden Affen sind übrigens verdammt schnell, vor allem die kleinen und jungen Äffchen können kurze Distanzen unglaublich schnell zurücklegen.

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Elefanten: Nach der Affenfütterung ging es weiter zum Elefantenreiten. Das Gefühl auf einem Elefanten zu sitzen ist schon ziemlich genial. Man wird sehr gemächlich vorwärts bewegt und durchläuft ein ganz eigenartiges rhythmisches Schaukeln. Nach gut fünf Minuten war der Spaß leider zu Ende und wir durften wieder absteigen. Ich hätte gern den ganzen Berg hoch gewollt, aber da Lims Budget sehr knapp geplant war, durfte das wegfallen. Auch direkt neben so einem Tier zu stehen und es zu streichen ist am Anfang Furcht einflößend…

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Stadttour: Abends sind wir zum ersten Mal in die Stadt an den alten Markt gefahren. Leider war dieser schon um 8 Uhr geschlossen, so dass wir erst mal einen Geldautomaten aufgesucht haben. In unserer finanziellen Reiseplanung, die ich aus Zeitgründen nicht gemacht habe, sondern Lim überlassen habe, fehlte der Posten Essen total. Das stellt das ganze Budget komplett auf den Kopf, vor allem, wenn man mit 50 US-Dollar “Spielraum” plant und während der Reise dann noch auf die Idee kommt bisschen zu shoppen. Glücklicherweise hatte ich meine deutsche EC-Karte mit dabei, so dass abheben kein Problem war (ATMs gibt in der Stadt relativ viele, wenn auch Hirschi in Koreanicht an jeder Ecke; die Kosten für eine Abbuchung vom Girokonto einer Sparkasse belief sich auf 4 Euro je Abbuchung).

Abendessen: Die Mittagsportion Reis war zwar lecker, aber nicht gerade üppig, was meinem Magen überhaupt nicht gefiel. Lautstarkes Knurren brachte uns dann zu einem kleinen Lokal mit einer vielfältigen Speisekarte. Alles lokale Köstlichkeiten - Lim hat mir schon auf der Reise viel von den kulinarischen Feinheiten erzählt und ich war sehr gespannt. Das erste Hauptgericht war wirklich sehr lecker, bloß kann ich mich auf Teufel komm raus nicht mehr an den Namen erinnern. Hirschi in KoreaWenn es mir noch einfällt, steht’s in den Kommentaren. Alle Gerichte schmecken wie thailändisches Essen, nur ohne die bekannte Schärfe. Die Kambodschaner behaupten deshalb, dass die Thai ihnen die Ideen gestohlen hätten und um das ganze als eigene Kreation verkaufen zu können nur bisschen scharfe Soße hineingemixt hätten. So ganz von der Hand weisen kann man das wahrscheinlich nicht, auch angesichts dessen, dass die Khmer-Hochkultur einiges älter ist als die Thai Kultur und Thailand nahezu vollständig bedeckt hat.
Hirschi in KoreaLim hat noch mit der Köchin geschwatzt und nach einigem hin und her, entschlossen wir uns noch einen Tag länger in Siam Reap zu bleiben. Abends hat die Stadt übrigens einen ganz eigenen Reiz, der mir unglaublich gut gefallen hat. Zweistöckige Häuser, schwache Straßenbeleuchtung, Hirschi in Korearotes und oranges Licht beleuchtete die offenen Cafes und Bars. Dazu ruhige Musik und die gelegentlichen TukTuks auf der Straße. Auch der Stil der Cafes leicht kolonialistisch. Insgesamt kam irgendwo ein leichtes “Cuba-Flair” auf. Den Abschluss des Tages machte dann noch der beste Bananenshake meines Lebens. Wow, so unglaublich fruchtig, kühl und leicht milchig. Lecker, lecker, lecker. Da sind wohl ganz frische Bananen reingekommen - ganz ohne Aroma und Zuckerwasser wie sonst.

- Früchte: zwei Ananas und eine Banane für 1 US-Dollar
- Pre Rup besteigen um die Rundumsicht zu genießen
- Elefanten kann man auch für einen Kurztrip mieten, 2 USD pro Person für etwa 5 Minuten
- Geldautomaten für EC-Karten gibt?s in der Stadt; Gebühr war bei mir 4 Euro
- lokales Essen ausprobieren und Abends die Stadt genießen; die TukTuk Fahrer des Hotels fahren oft kostenlos in die Stadt und holen einen dann auch wieder ab

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