Wer häufiger auf Reisen ist und sich außerhalb des Euroraums bewegt, muss sich immer mit der leidigen “Wie komme ich an Bargeld”-Frage auseinandersetzen. Das Problem ist eigentlich schnell und einfach gelöst: Direktbanken bieten kostenlose VISA-Kreditkarten, die weltweites Abheben von Bargeld kostenfrei ermöglichen!
Hinweis zu Korea: Egal ob VISA oder Mastercard, bis Mitte 2009 war die Barabhebung mit ausländischen Kreditkarten nur bei der Korea Exchange Bank (KEB / 한국외환은행) möglich. Automaten der KEB kann man aber problemlos in ganz Seoul finden. Auf dem Land ist das aber schon ein wenig schwieriger!
Hinweis zu Vietnam: Die meisten Banken berechnen nochmals 3% bis 5% des Umsatz als zusätzliche Gebühr beim Abheben. Wer die Quittungen aufhebt und bei der DKB einreicht, bekommt diese Gebühren rückerstattet!
Direktbanken können ihre Leistungen auf konkurrenzlos günstigem Niveau anbieten, da sie kein eigenes Filialnetz betreiben. So spart man sich zwar eine Menge Geld, wer aber lieber eine persönliche Beratung nutzen möchte, sollte zur Bank vor Ort gehen. Da alle Leistungen online abgewickelt werden, muss man zudem mit den Sicherheitsvorschriften im Online-Banking vertraut sein. Niemand wird aber daran gehindert ein zweites Konto zu eröffnen und so die Vorteile zweier Banken zu kombinieren.
Zu den Konditionen der beiden Direktbanken, DKB und comdirect:
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| Kontoführung | kostenfrei | kostenfrei |
| Kreditkarte | VISA (kostenfrei) Mastercard (ab 20 Euro/Jahr) |
VISA (kostenfrei) AMEX Gold (ab 75 Euro/Jahr) |
| EC-Karte | Ja, kostenfrei | Ja, kostenfrei |
| Barabhebungen an VISA-Automaten |
weltweit kostenlos | weltweit kostenlos |
| Guthabenzins | 1,65% p.a. | 1,75% p.a. über Tagesgeld PLUS |
| Sollzinsfreie Zeit | Charge-Kreditkarte, daher 4 Wochen | Debit-Kreditkarte, daher keine |
| Preisaushang | DKB Preise | comdirect Preise |
Ein monatlicher Mindestgeldeingang ist bei beiden Banken nicht nötig. Da es sich bei der DKB um eine Charge-Kreditkarte handelt, muss man über ein regelmässiges Einkommen verfügen, wenn man eine Kreditkarte beantragen will. Dies gilt nicht für Studenten. Achtung: Wer im Ausland mit der Kreditkarte bezahlt (z.B. im Restaurant), auf den kommen ganz normale Abrechnungsgebühren i.H.v. ca. 3% des Umsatzes zu. Nur das Abheben an Automaten mit VISA-Symbol und VISA-Kreditkarte ist kostenlos.
Bei der DKB wird zu Interbankenkonditionen das Geld gewechselt. Es fallen also keine versteckten Gebühren bei der Währungskonversion an.
Wer steht hinter der DKB?
Seit 1995 gehört die DKB als 100% Tochter zur bayerischen Landesbank (BayernLB). Die DKB betreut laut eigenen Angaben etwa zwei Millionen Personen und gewinnt täglich etwa 30000 neue Kunden. Die Sichteinlagen sofern in Euro notiert, sind bis zu 50000 Euro über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. besichert.
Wer steht hinter der comdirect?
1994 wurde die comdirect als Tochter der Commerzbank gegründet. Etwa 20% der Anteilsscheine sind im freien Handel, 80% werden von der Commerzbank gehalten. Die Bank betreut ebenfalls etwas mehr als zwei Millionen Kunden. Auch die Einlagen sind bis 50000 Euro besichert, aber hier vom Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.
Die Fotos entstanden auf meiner Fahrt zum Flughafen. Befand mich zu dem Zeitpunkt (12.07.2006) auf einer Brücke in der Nähe von Seoul Station und Namdaemun.
Weitere Infos zu den Protesten unter Korea Times (FTA) oder OhmyNews. Ein weiteres Bild.
Wie ich schon in meinem letzten Eintrag erwähnt habe, saß ich einige Zeit im dritten Stock des Baskin Robbins in Apgujeong. Von dort aus hat man eine relativ gute Sicht, wer so durch die Straßen dieses Viertels fährt. Dabei habe ich zum ersten Mal die neue S-Klasse von Mercedes gesehen und auch einen Lamborghini Gallardo. Ich frage mich nach wie vor, wo man mit diesem Auto die 200km/h durchbrechen will – vor allem in Seoul zu Rush Hour
Hier die Fotos…
Wenn Koreaner Importwägen fahren, dann sind das in aller Regel die höheren Mittelklassefabrikate deutscher Unternehmen. Allen voran BMW, Mercedes und Audi. Im folgenden einige Statistiken, deren Quellangaben bei der KAIDA (Korean Automobile Imports & Distributers Association) zu finden sind. Weitere Quellen sind unter anderem das Ministerium für Construction and Transportation of Korea und das Korean National Statistical Office.
Marktanteilsverlauf der Importautos seit 1994:
In der Grafik sind die Ausläufer der Asienkrise sehr gut zu sehen. Erst im Jahr 2001 hat sich der Automarkt für ausländische Fahrzeuge wieder stabilisiert und wächst seit etwa 2002 mit nahezu linearer Geschwindigkeit.
Marktanteil verschiedener Hersteller an importierten Autos:
Mit dem Eintritt von Toyota in den koreanischen Automarkt (Jan 2001 – Quelle) verlieren vor allem BMW und Chrysler deutlich an Marktanteilen. Da aber auch andere Herstellen verstärkt im koreanischen Markt aktiv werden, geht der
gesamte Marktanteil der vier Großen zurück. Hatten sie anfangs noch mehr als 60% MA sind es 2005 nur noch gute 50%. Zu den aufstrebenden Marken im Jahresvergleich 2004 / 2005 gehören allen voran Audi, Honda, MINI, VW und Peugeot.
Interessant ist auch die regionale Verteilung für das Jahr 2005:
Seoul (서울) und Gyeonggi (경기) verbuchen fast 73% aller neuangemeldeten Importfahrzeuge. Beide mit einer Veränderung von etwa 120% gegenüber dem Vorjahr. In Seoul wiederum fallen fast 70% aller Neuanmeldungen auf die Gebiete Gangnam und Seocho.
Altersverteilung:
Die Altersgruppe der 30-50 Jährigen verbucht etwa 20% aller Anmeldungen und 64% gehen auf das Konto von Unternehmen.
2005 war das teuerste neuangemeldete Auto ein Maserati MC12. Für den Preis von etwa 1,7 Mrd. Won (etwa 1,47 Mio. Euro). Knapp gefolgt von fünf RollsRoyce Phantom für je 700m Won und zwei Porsche Carrera GT für je 900m Won. Auch DaimlerChrysler konnte einen guten Schnitt verzeichnen mit elf Maybach 62 für jeweils 700m Won. [Preisangaben jeweils grob gerundet]
Gerade ausgegraben aus der aktuellen BusinessWeek Ausgabe: “In a country where virtually everyone age 15 and over already has a cell phone, it’s not easy for a mobile-phone company to keep growing… [mehr]”
Kurze Anmerkung am Rande: Meine absolute Lieblingsfirma hat es auf zwei Nennungen gebracht: iPod nano & Steven P. Jobs
Nach meiner Ankunft am Flughafen musste ich feststellen, dass sich nicht sehr viel seit meinem letzten Besuch vor etwa 3½ Jahren verändert hat. Damals wurde der Flughafen gerade neu eröffnet und man konnte noch
den ein oder anderen verpackten Teppich herumliegen sehen. Der Flughafen an sich gehört sicherlich zu den modernsten der Welt und wird auch von der IATA als zweitbester Flughafen der Welt eingeschätzt. Verglichen mit dem nur mittelmäßigen Frankfurter Flughafen ist das Urteil gerechtfertigt, aber mir als normaler Passagier fällt auf Anhieb kein wirkliches Besserstellungsmerkmal zum Münchner Flughafen ein – v.a. zum neuen Terminal 2. Eines muss man den Koreanern aber lassen, wenn sie große Pläne haben, dann haben die auch meist Hand und Fuß. Der Flughafen wird in seiner Endausbaustufe im Jahr 2020 gute 100 Millionen Passagiere pro Jahr zu ihren jeweiligen Zielen bringen können und bisher hat der Flughafen mehr als 5 Milliarden Dollar gekostet. Na, dass sind mal Zahlen… Man merkt das vor allem, wenn man die Größe der Eingangshalle und der jeweiligen Verbindungswege mit den erwarteten Zahlen in Verbindung setzt. Die paar Leute, die dort im Moment gehen, wenn mal zwei Flugzeuge zeitgleich die “Schleusen” öffnen, sind wohl ein Klacks, wenn in 15 Jahren dort einige 1000 hin- und herströmen werden.
Bei mir steigen auch leichte Zweifel auf, ob im Moment ICN auch nur annähernd gewinnbringend betrieben werden kann. Die Auslastung war zumindest an einem Montagnachmittag nur sehr dürftig. Da geht’s in München anders zu…
Was ich nicht richtig belegen konnte, aber vieles deutet darauf hin, ist, dass ein großer Teil des Flughafens auf einer extra im Meer aufgeschütteten Insel befindet, die durch wirklich riesige Dämme vor eventuellen Fluten geschützt ist.